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 AUGE/UG  war KOOPERATIONSPARTNER der KONFERENZ:

8. BIS 13.

JUNI 2005

SALZBURG

25 th ANNIVERSARY RIGHT LIVELIHOOD AWARD

25 JAHRE ALTERNATIVER NOBELPREIS

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SONDERPOSTAMT - SONDERSTEMPEL - SONDERBRIEFMARKE

Briefmarke Österreich € 0.55 - >Leopold Kohr_Alteniver Nobelpreisträger< gemalt von Johannes Ploner aus Oberndorf Sonderpoststempel zum Symposion_05 >Relief der Salzburger Festung<

Sonderpoststempel

Briefmarke Österreich € 0.55 - >Leopold Kohr_Alteniver Nobelpreisträger< gemalt von Johannes Ploner aus Oberndorf

Entwurf beider Briefmarken: Prof. Alfred Winter. Abbildung von Leopold Kohr unter Verwendung eines Ölbildes von Johannes Ploner.

Das Treffen der Alternativen Nobelpreisträger

mit einer Attraktion für Briefmarkenfreunde

Der Alternative Nobelpreis (Right Livelihood Award) wurde vor 25 Jahren von Jakob von Uexküll gegründet. Dieses Jubiläum war Anlass, die Träger des Alternativen Nobelpreises - nach dem Erfolg eines Treffens zum 20-Jahr-Jubiläum - erneut nach Salzburg einzuladen. Das diesjährige Treffen der Alternativen Nobelpreisträger findet vom 8. bis 13. Juni in St. Virgil statt, wieder auf Initiative von Prof. Alfred Winter, der die Kulturellen Sonderprojekte des Landes Salzburg leitet. Es gibt bereits rund 70 Zusagen von prominenten Preisträgern aus aller Welt.

 

Das Treffen der Preisträger unter Vorsitz des Preisstifters Jakob von Uexküll hat den Verein Salzburger Eisenbahn Philatelisten (S.E.Ph.) veranlasst, am 11. Juni im Bildungshaus St. Virgil ein Sonderpostamt zu organisieren. Der Grund dafür ist am Beginn der Right Livelihood Foundation zu suchen. Damals verkaufte Jakob von Uexküll, Nachfahre baltischer Adeliger, seine wertvolle Briefmarkensammlung, um den Erlös in die Stiftung einzubringen. Auf seinen Weltreisen in Sachen Briefmarken war von Uexküll, schockiert von der Armut in den Ländern der Dritten Welt und von brennenden Regenwäldern, auf die Idee zum Preis gekommen. Er wird seit 25 Jahren an Persönlichkeiten verliehen, deren Arbeit für Menschenrechte und Umwelt vielfach bekämpft wird und auch persönlich große Opfer abverlangt, ja sogar lebensgefährlich sein kann. Mittlerweile wurden bereits über 100 Persönlichkeiten aus 48 Ländern ausgezeichnet.

 

Die Salzburger Philatelisten werden in St. Virgil am 11. Juni von 12.00 bis 16.00 Uhr im Sonderpostamt zwei Sonderbriefmarken anbieten, die Prof. Alfred Winter, der Organisator des Salzburger Treffens, gestaltet hat. Eines der Motive zeigt das von Johannes Ploner aus Oberndorf gemalte Portrait von Leopold Kohr, der Salzburger Philosoph war ebenfalls Alternativer Nobelpreisträger. Hans Bachl, der Obmann des Vereins Salzburger Eisenbahner Philatelisten, hält für Briefmarken-Freunde und Sammler weitere Raritäten parat, neben den Sonderbriefmarken auch den Sonderpoststempel, ein so genanntes Festkuvert, ein Schmuckblatt und ein Erinnerungsblatt. Auch die in Salzburg versammelten Träger des Alternativen Nobelpreises erhalten ein persönliches Erinnerungsblatt. Und natürlich wird die Gelegenheit genützt für eine repräsentative Briefmarken-Werbeschau des rührigen Salzburger Vereins.


Die Salzburger Eisenbahner Philatelisten beim Treffen der Alternativen Nobelpreisträger vom 8. bis 13. Juni in St. Virgil

AM ANFANG STAND DIE BRIEFMARKE

Was hat ein Salzburger Philatelisten-Verein mit dem Alternativen Nobelpreis zu tun? Es gibt ein Naheverhältnis, das wohl nicht jedem bekannt sein dürfte. Angefangen hatte alles mit ein paar Koffern voller Briefmarken und einem Traum, dem Traum von einem Nobelpreis für Ökologie. In den 70er Jahren reiste der Schwede Jakob von Uexküll um die Welt und handelte mit Briefmarken. Schockiert von brennenden Regenwäldern und der Armut in den Ländern der Dritten Welt beschloss der Nachfahre baltischer Adeliger, etwas dagegen zu tun.

 

Zurück von seinen Reisen schlug er dem schwedischen Nobelkomitee vor, in Zukunft auch einen Preis für Umwelt und Entwicklung zu verleihen. "Alfred Nobel wollte ja diejenigen ehren, die der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben", so von Uexküll. Er war der Überzeugung, dass die Rettung des Regenwaldes weitaus nützlicher sei als jede noch so bedeutende Entdeckung auf dem Gebiet der Chemie oder Physik.

 

Nach Ablehnung seiner Pläne durch das Nobelkomitte beschloss von Uexküll, den neuen Nobelpreis selbst zu finanzieren. Bei seinen Reisen hatte er eine exklusive Briefmarken- Sammlung aufgebaut. Sein besonderes Interesse galt übrigens der Eisenbahn Saudi- Arabiens. Jakob von Uexküll verkaufte seinen kompletten Bestand. Mit dem Erlös von fast zwei Millionen Mark gründete er in Stockholm die "Right Livelihood Foundation", die Stiftung für Richtige Lebensführung.

 

Im Dezember 1980 verlieh Jakob von Uexküll zum ersten Mal seinen alternativen Nobelpreis. Das Medieninteresse war enorm. Die beiden ersten Preisträger bekamen 50.000 Mark und eine Urkunde. Dank zahlreicher Spenden ist die Summe seitdem ständig gestiegen - auf zuletzt über 200.000 Euro. Die „Right Livelihood Foundation" zeichnet Menschen aus, die sich für den Schutz der Umwelt, für Menschenrechte und Frieden einsetzen. Das tun diese mitunter unter Lebensgefahr, zwei Preisträgern wie den nigerianischen Umweltschützer Ken Saro-Wiwa und jüngst dem indonesischen Menschenrechtskämpfer Munir hat ihr Einsatz das Leben gekostet.

 

Mittlerweile ist der Alternative Nobelpreis ist fast so bekannt wie das Original. Besonders stolz ist der Stifter darauf, dass sein Preis seit einigen Jahren im Stockholmer Parlament verliehen wird. Die Nähe zum Nobelpreis findet sich auch in anderen Bereichen: Die Friedensnobelpreisträgerin 2004 heißt Wangari Maathai, der kenianischen Umweltschützerin und Kämpferin für Menschenrechte wurde bereits 1984 der Alternative Nobelpreis verliehen.

 

Zum 25-jährigen Jubiläum des Alternativen Nobelpreises wird vom 8. bis 13. Juni 2005 in Salzburg ein großangelegtes Treffen der Preisträger abgehalten. Aus diesem Anlass richtet der Verein Salzburger Eisenbahn Philatelisten „S.E.Ph." in der Tagungsstätte, dem Bildungshaus St. Virgil ein Sonderpostamt ein, das am 11. Juni von 12.00 bis 16.00 Uhr geöffnet ist. Bereits 2000 hat der Philatelistenverein in Seeham ein Sonderpostamt gemeinsam mit dem „Right Livelihood Award" organisiert. Es gibt aus diesem Anlass zwei Sonderbriefmarken, die Prof. Alfred Winter, auch heuer wieder Organisator des Salzburger Treffens, gestaltet hat. Eines der Motive zeigt das von Johannes Ploner aus Oberndorf gemalte Bildnis von Leopold Kohr, der Salzburger Philosoph war ebenfalls Alternativer Nobelpreisträger.

 

Hans Bachl, der Obmann des Vereins Salzburger Eisenbahner Philatelisten, hält für Briefmarken-Freunde einige Kostbarkeiten parat, von den Sonderbriefmarken zum Sonderpoststempel, vom Festkuvert über ein Schmuckblatt bis zum Erinnerungsblatt. Auch die in Salzburg versammelten Träger des Alternativen Nobelpreises erhalten ein persönliches Erinnerungsblatt. Und natürlich wird die Gelegenheit genützt für eine repräsentative Briefmarken-Werbeschau des rührigen Salzburger Vereins.

 

Ernst P. Strobl

06/02/2005




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