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Das
Treffen der Alternativen Nobelpreisträger
mit
einer Attraktion für Briefmarkenfreunde
Der
Alternative Nobelpreis (Right Livelihood Award) wurde vor 25 Jahren von
Jakob von Uexküll gegründet. Dieses Jubiläum war Anlass, die Träger
des Alternativen Nobelpreises - nach dem Erfolg eines Treffens zum
20-Jahr-Jubiläum - erneut nach Salzburg einzuladen. Das diesjährige
Treffen der Alternativen Nobelpreisträger findet vom 8. bis 13. Juni in
St. Virgil statt, wieder auf Initiative von Prof. Alfred Winter, der die
Kulturellen Sonderprojekte des Landes Salzburg leitet. Es gibt bereits
rund 70 Zusagen von prominenten Preisträgern aus aller Welt.
Das
Treffen der Preisträger unter Vorsitz des
Preisstifters Jakob von Uexküll hat den Verein Salzburger Eisenbahn
Philatelisten (S.E.Ph.) veranlasst, am 11. Juni im Bildungshaus St.
Virgil ein Sonderpostamt zu organisieren. Der Grund dafür ist am Beginn
der Right Livelihood Foundation zu suchen. Damals verkaufte Jakob von
Uexküll, Nachfahre baltischer Adeliger, seine wertvolle
Briefmarkensammlung, um den Erlös in die Stiftung einzubringen. Auf
seinen Weltreisen in Sachen Briefmarken war von Uexküll, schockiert von
der Armut in den Ländern der Dritten Welt und von brennenden Regenwäldern,
auf die Idee zum Preis gekommen. Er wird seit 25 Jahren an Persönlichkeiten
verliehen, deren Arbeit für Menschenrechte und Umwelt vielfach bekämpft
wird und auch persönlich große Opfer abverlangt, ja sogar lebensgefährlich
sein kann. Mittlerweile wurden bereits über 100 Persönlichkeiten aus
48 Ländern ausgezeichnet.
Die
Salzburger Philatelisten werden in St. Virgil am 11. Juni von 12.00 bis
16.00 Uhr im Sonderpostamt zwei Sonderbriefmarken anbieten, die Prof.
Alfred Winter, der Organisator des Salzburger Treffens, gestaltet hat.
Eines der Motive zeigt das von Johannes Ploner aus Oberndorf gemalte
Portrait von Leopold Kohr, der Salzburger Philosoph war ebenfalls
Alternativer Nobelpreisträger. Hans Bachl, der Obmann des Vereins
Salzburger Eisenbahner Philatelisten, hält für Briefmarken-Freunde und
Sammler weitere Raritäten parat, neben den Sonderbriefmarken auch den
Sonderpoststempel, ein so genanntes Festkuvert, ein Schmuckblatt und ein
Erinnerungsblatt. Auch die in Salzburg versammelten Träger des
Alternativen Nobelpreises erhalten ein persönliches Erinnerungsblatt.
Und natürlich wird die Gelegenheit genützt für eine repräsentative
Briefmarken-Werbeschau des rührigen Salzburger Vereins.
Die
Salzburger Eisenbahner Philatelisten beim Treffen der Alternativen
Nobelpreisträger vom 8. bis 13. Juni in St. Virgil
AM
ANFANG STAND DIE BRIEFMARKE
Was
hat ein Salzburger Philatelisten-Verein mit dem Alternativen Nobelpreis
zu tun? Es gibt ein Naheverhältnis, das wohl nicht jedem bekannt sein dürfte.
Angefangen hatte alles mit ein paar Koffern voller Briefmarken und einem
Traum, dem Traum von einem Nobelpreis für Ökologie. In den 70er Jahren
reiste der Schwede Jakob von Uexküll um die Welt und handelte mit
Briefmarken. Schockiert von brennenden Regenwäldern und der Armut in
den Ländern der Dritten Welt beschloss der Nachfahre baltischer
Adeliger, etwas dagegen zu tun.
Zurück
von seinen Reisen schlug er dem schwedischen Nobelkomitee vor, in
Zukunft auch einen Preis für Umwelt und Entwicklung zu verleihen.
"Alfred Nobel wollte ja diejenigen ehren, die der Menschheit den größten
Nutzen gebracht haben", so von Uexküll. Er war der Überzeugung,
dass die Rettung des Regenwaldes weitaus nützlicher sei als jede noch
so bedeutende Entdeckung auf dem Gebiet der Chemie oder Physik.
Nach
Ablehnung seiner Pläne durch das Nobelkomitte beschloss von Uexküll,
den neuen Nobelpreis selbst zu finanzieren. Bei seinen Reisen hatte er
eine exklusive Briefmarken- Sammlung aufgebaut. Sein besonderes
Interesse galt übrigens der Eisenbahn Saudi- Arabiens. Jakob von Uexküll
verkaufte seinen kompletten Bestand. Mit dem Erlös von fast zwei
Millionen Mark gründete er in Stockholm die "Right Livelihood
Foundation", die Stiftung für Richtige Lebensführung.
Im
Dezember 1980 verlieh Jakob von Uexküll zum ersten Mal seinen
alternativen Nobelpreis. Das Medieninteresse war enorm. Die beiden
ersten Preisträger bekamen 50.000 Mark und eine Urkunde. Dank
zahlreicher Spenden ist die Summe seitdem ständig gestiegen - auf
zuletzt über 200.000 Euro. Die „Right Livelihood Foundation"
zeichnet Menschen aus, die sich für den Schutz der Umwelt, für
Menschenrechte und Frieden einsetzen. Das tun diese mitunter unter
Lebensgefahr, zwei Preisträgern wie den nigerianischen Umweltschützer
Ken Saro-Wiwa und jüngst dem indonesischen Menschenrechtskämpfer Munir
hat ihr Einsatz das Leben gekostet.
Mittlerweile
ist der Alternative Nobelpreis ist fast so bekannt wie das Original.
Besonders stolz ist der Stifter darauf, dass sein Preis seit einigen
Jahren im Stockholmer Parlament verliehen wird. Die Nähe zum Nobelpreis
findet sich auch in anderen Bereichen: Die Friedensnobelpreisträgerin
2004 heißt Wangari Maathai, der kenianischen Umweltschützerin und Kämpferin
für Menschenrechte wurde bereits 1984 der Alternative Nobelpreis
verliehen.
Zum
25-jährigen Jubiläum des Alternativen Nobelpreises wird vom 8. bis 13.
Juni 2005 in Salzburg ein großangelegtes Treffen der Preisträger
abgehalten. Aus diesem Anlass richtet der Verein Salzburger Eisenbahn
Philatelisten „S.E.Ph." in der Tagungsstätte, dem Bildungshaus
St. Virgil ein Sonderpostamt ein, das am 11. Juni von 12.00 bis 16.00
Uhr geöffnet ist. Bereits 2000 hat der Philatelistenverein in Seeham
ein Sonderpostamt gemeinsam mit dem „Right Livelihood Award"
organisiert. Es gibt aus diesem Anlass zwei Sonderbriefmarken, die Prof.
Alfred Winter, auch heuer wieder Organisator des Salzburger Treffens,
gestaltet hat. Eines der Motive zeigt das von Johannes Ploner aus
Oberndorf gemalte Bildnis von Leopold Kohr, der Salzburger Philosoph war
ebenfalls Alternativer Nobelpreisträger.
Hans
Bachl, der Obmann des Vereins Salzburger Eisenbahner Philatelisten, hält
für Briefmarken-Freunde einige Kostbarkeiten parat, von den
Sonderbriefmarken zum Sonderpoststempel, vom Festkuvert über ein
Schmuckblatt bis zum Erinnerungsblatt. Auch die in Salzburg versammelten
Träger des Alternativen Nobelpreises erhalten ein persönliches
Erinnerungsblatt. Und natürlich wird die Gelegenheit genützt für eine
repräsentative Briefmarken-Werbeschau des rührigen Salzburger Vereins.
Ernst
P. Strobl
06/02/2005
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