| STADT |
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14. Oktober 2011 |
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Stefan Veigl
Wall-Street-Protest erreicht nun Salzburg
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Demonstration. Am Samstag gibt es weltweit
Proteste gegen Börsenspekulation und Finanzhaie. Auch in Salzburg
formiert sich eine Gruppe.
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„Es ist gut, wenn sich Gewerkschaften
und NGO mit den Jungen zusammentun.“
Robert Müllner
grüner Gewerkschafter |
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Sie kennen sich oft nicht einmal
persönlich – sondern nur über
Facebook. Viele dürften zum ersten Mal dabei sein. Und trotzdem werden
sich am Samstag ab elf Uhr beim Weltkugel-Denkmal in der Salzburger
Franz-Josef-Straße „wohl einige Hundert Leute treffen“.
Das hofft zumindest Tom Stadlauer. Der
35-jährige freiberufliche Kameramann ist einer der Organisatoren von
„Occupy Salzburg“. Inspiriert von der aus New York ausgehenden „Occupy
Wall Street“-Bewegung wollen er und seine Kollegen auch in Salzburg
ihren Protest friedlich kundtun.
Wogegen der sich richte, sei aber individuell unterschiedlich, sagt
Stadlauer: „Es geht in erster Linie um Solidarität. Denn am Samstag wird
es weltweit Aktionen geben.“
Der Ort der Demo wurde nicht zufällig
gewählt: „Das Weltkugel-Denkmal steht vor der Filiale der Nationalbank –
die für uns am ehesten für das derzeitige, ungerechte Finanz- und
Wirtschaftssystem steht“, sagt Stadlauer.
Das Finanz- und Wirtschaftssystem sei
auch das, was die meisten Aktivisten aufrege, meint FH-Absolvent
Stadlauer. Er selbst wäre dafür, Geld überhaupt abzuschaffen. Andere
seien da weniger radikal: Sie forderten „Regulierungen, um
Spekulationsgeschäfte einzudämmen, durch die ein großer Teil des
Reichtums erwirtschaftet wird, der eh nur mehr in digitaler Form
existiert“.
Markus Linner, der den
Facebook-Auftritt der Salzburger Bewegung initiiert hat, hat seine
eigene Motivation für das Demonstrieren: „Ich wurde aus dem System
hinausgeschmissen“, sagt der 43-Jährige. Er
habe längere Zeit in führenden Positionen in der Industrie gearbeitet,
erzählt er. Jetzt sei er dabei, sich selbst zu finden. Seine
Hauptforderung: „Ich will eine freie Demokratie und gleiche Rechte für
alle.“ Anfangen müsse aber jeder bei sich selbst, meint Linner.
Ab 15 Uhr soll am Samstag übrigens die
„Aktion Zebra“ stattfinden, bei der die Demonstranten in Großgruppen
über Zebrastreifen gehen wollen, um auch die Autofahrer auf ihre
Anliegen aufmerksam zu machen. Die Abschlusskundgebung ist für 19 Uhr
auf dem Residenzplatz geplant. Unterstützt wird der Protest von den
grünen Gewerkschaftern (AUGE). Sprecher Robert Müllner hat die
Demonstration polizeilich angemeldet: „Ich möchte, dass sich im
Bewusstsein etwas verändert. Und es ist gut, wenn sich Gewerkschaften
und NGO mit jungen Leuten und neuen Bewegungen zusammentun.“ |
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| WIRTSCHAFT |
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21. September 2011 |
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Stefan Veigl
Umweltservice hilft Firmen beim Sparen
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Effizienz. Immer mehr Firmen setzen beim
Thema Energie auf Sparen und erneuerbare Quellen. Das Land Salzburg will
bis 2050 energieautonom sein.
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SALZBURG (SN-stv)
Jürgen Pratschke hat leicht lachen. Der
Geschäftsführer des Beschlägeherstellers MACO hat das Unternehmen zu
einem Vorzeigebetrieb bei Energie- effizienz und Klimaschutz gemacht:
„Wir haben pro Jahr 975 Tonnen CO2 eingespart, das entspricht
Energiekosten von 160.000 Euro.“ Erreicht wurde das durch neue,
energieeffizientere Kompressoren, die die für die Produktion nötige
Druckluft liefern. Weitere 65 Tonnen CO2 hat MACO durch die
Umstellung des Kältemittels wegrationalisiert. Durch Einsatz neuer
Chemikalien in der Oberflächenbehandlung der Beschläge wurden zehn bis
15 Prozent der Energiekosten gespart. „Zehn Prozent Energieeinsparung
sind bei jeder Beratung drin.“ So brachte Martin Grießner vom
Umweltservice Salzburg das Angebot seiner Einrichtung auf den Punkt –

den auch MACO genutzt hat. Der
Beschlägehersteller plant noch weitere Maßnahmen: Umstellung der Heizung
von Öl auf Fernwärme oder Biomasse und eine zusätzliche Wärmepumpe zur
Nutzung von Produktionsabwärme. Thema ist auch eine Ökologisierung des
Mobilitätsverhaltens der Mitarbeiter: Die Firma wünscht sich eine
Stadtbushaltestelle. MACO-Betriebsratsvorsitzendem Robert Müllner
schwebt eine neue Ring-Stadtbuslinie zwischen Alpenstraße, Morzg und dem
Zentrum vor. Umweltlandesrat Walter Blachfellner (SPÖ) bestätigt: „Wenn
wir im Verkehr, der für knapp 40 Prozent des CO2-Ausstoßes
verantwortlich ist, nichts tun, werden wir bei Klimaschutz und Feinstaub
nichts erreichen.“ Salzburg-AG-Vorstand Arno Gasteiger sieht das Land
auf dem richtigen Weg: „Wir erzeugen in Salzburg schon jetzt so viel
Strom, wie wir verbrauchen. Aber noch fehlt die Speichermöglichkeit.“
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| THEMA AKTUELL |
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24. August 2011 |
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Landesrätin
gesprächsbereit
Betriebsräte wollen mehr Geld
für soziale Dienste
SALZBURG (SN-stv)
Betriebsräte von Caritas, Diakonie, Pro Juventute und Drogenberatung
sprachen Dienstag bei Soziallandesrätin Cornelia Schmidjell (SPÖ) vor. Sie
fordern eine kollektivvertragsgerechte Entlohnung der Mitarbeiter der Sozialvereine. Donnerstag
wollen sie auf der Schranne protestieren. Schmidjell: „Der Vorwurf, dass wir
Kollektivverträge nicht einhalten, ist nicht richtig. Primär sind die
Arbeitgeber, also die Sozialvereine, in der Pflicht.“ Sie verstehe die
Anliegen der Betroffenen aber sehr gut. „Ich sehe das Gespräch als Beginn
eines längeren Dialogs.“

Die Betriebsräte Sylvia Stern (Drogenberatung)
Klaus-Peter Fritz (Pro
Juventute)
Hanni Landauer und Christian Seelmann (Caritas)
deponieren ihre
Forderungen bei Cornelia Schmidjell (M)
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| THEMA AKTUELL |
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23. August 2011 |
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„Kollektivvertrag
einhalten“
Beschäftigte im Sozialbereich
protestieren
Vielen Betriebsräten in
Salzburger Sozialvereinen reicht es: „Eine qualifizierte Halbtagskraft in
der Behindertenbetreuung bekommt 700 Euro netto. Das Feilschen um die
Bezahlung von Überstunden, Einstufung in die richtige Verwendungsgruppe und
die Anrechnung von maximal zehn Vordienstjahren sind entwürdigende
Realität“, sagt Hanni Landauer, stv. Betriebsratsvorsitzende des Diakoniezentrums. Unter dem Motto „Wir fairdienen mehr“ plant sie mit ihren Kollegen
von Caritas, Pro Juventute und Volkshilfe und anderen Vereinen am Donnerstag
eine Protestaktion auf der Schranne. Heute, Dienstag, gibt es einen Termin
bei Soziallandesrätin Cornelia Schmidjell (SPÖ). Landauer: „Bei mindestens
2000 Mitarbeitern im Sozialbereich missachtet das Land den Kollektivvertrag
und budgetiert die jährlichen Lohnerhöhungen nicht.“ |
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| LESERFORUM |
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19. Juli 2011 |
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| Jetzt geht es um die Wurst
Im Sozialbereich geht es bei
geplanten Einsparungen nicht mehr um die Wurst oder die Butter am Brot,
sondern ans „Eingemachte“. Es ist schlicht eine Verhöhnung der Sozialen
Arbeit, wenn von einer Partei der Weg zu Sparmaßnahmen (man munkelt von mehr
als 12%) durch unqualifizierte Anschuldigungen („fehlendes Kostenbewusstsein
bei den Sozialvereinen, zu viele SozialarbeiterInnen“) aufbereitet wird.
Daher: vor den Vorhang mit den Geldverschwendern bei den Sozialvereinen und
eine Untersuchung der Millionen wie bei den Olympiabewerbungen und
Festspielveruntreuungen!
Die Realität schaut natürlich
anders aus: Seit Jahren verweigert das Land zur Finanzierung der Sozialen
Arbeit die rechtsverbindlichen Kollektivverträge als Berechnungsgrundlage.
Diese Finanzierungslücken werden bislang auf dem Rücken der
ArbeitnehmerInnen kompensiert, sodass diese bisher noch nicht bei den
KlientInnen spürbar wurden (weniger Supervision und Fortbildungen, mangelnde
Überstunden- und Wegzeitabgeltungen, Reduzierung der Beratungsstunden,
Gefeilsche um Einstufung nach Qualifikation ect.) und daher für die
Öffentlichkeit noch nicht spektakulär genug sind.
Wenn die Qualität und Quantität
der Sozialen Dienstleistungen in spürbarer, massiver Weise herab gefahren
werden müssten, spätestens dann „geht`s uns alle an“!
Hanni Landauer
Betriebsrätin Diakonie-Zentrum
Salzburg |
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| LESERFORUM |
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17. Juli 2011 |
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| Sparen im Sozialbereich Die ÖVP spricht „... von
fehlendem Kostenbewusstsein bei den Sozialvereinen"
Schon Anfang des Jahres wurden die Subventionen bzw. Stundensätze nur
geringfügig erhöht (z.B. bei den Mobilen Diensten nur 0,9%)
Bei der derzeitigen Inflationsrate viel zu wenig, sodass die Sozialen
Dienstleister ihre Verpflichtungen gegenüber ihren MitarbeiterInnen kaum
mehr erfüllen können. Kollektivvertraglich festgelegt Mindestgehälter können
nur unter Auflösung von Rücklagen bezahlt werden.
Notwendige Besprechungen, Supervision, Mitarbeiterfortbildung müssen auf ein
Minimum reduziert werden. An den Sachkosten kann nicht mehr gespart werden -
also muss die Qualität darunter leiden. Die Gesundheit der MitarbeiterInnen
steht auf dem Spiel (Stichwort: burn out)
Kilometergelder, die sogar weit unter dem amtlichen liegen (€ 0,42), können
nicht erhöht werden.
Hier von „ ... fehlendem Kostenbewußtsein" zu sprechen, grenzt an Zynismus!
Offensichtlich sollen mit dieser Strategie massive Einsparungen medial
vorbereitet werden. Doch alle wissen, dass eigentlich ein Ausbau der
sozialen Dienstleistungen nötig ist - Sichwort: Überalterung!
Die Politik kalkuliert mit
geringer Gegenwehr der MitarbeiterInnen im Sozialbereich. Die große
Solidarität, die die MitarbeiterInnen ihren KundInnen, KlientInnen und
PatientInnen entgegenbringen, erschwert Protestmaßnahmen - denn wir lassen
die, die auf unsere Hilfe angewiesen sind, nicht im Stich.
Gegen „geplante" Kürzungen braucht der Sozialbereich die Unterstützung und
den Widerstand der Mitmenschen, die noch nicht auf unsere Hilfe angewiesen
sind. Denn die, die unsere Hilfe brauchen, sind dazu kaum in der Lage. Denn:
Es könnte jeden treffen, auf soziale Dienste angewiesen zu ein.
Bergthaler Johann
(Betriebsrat) |
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| THEMA |
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13. Juli 2011 |
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Land in Geldnot: Jetzt geht es um die Wurst
Sparen. Die Konjunktur
brummt, die Steuern sprudeln. Dennoch gibt das Land heuer um 90 Mill. Euro
zu viel aus. Nun wird gespart – die Frage ist wo. Hinter den Kulissen
feilschen SPÖ und ÖVP.
Christian resch salzburg (SN). Soziale
Leistungen, Verkehrsprojekte, Spitalsausbau, Beamtengehälter – SPÖ und ÖVP
feilschen in diesen Tagen darum, wo und wie gespart werden kann. Die
Gerüchteküche brodelt – am Ende dürfte kaum ein Bereich ungeschoren
davonkommen. Die SN haben sich umgehört.
Die Rahmenbedingungen: Für heuer rechnet
die Finanzabteilung mit einem Minus zwischen 80 und 100 Millionen Euro. Das
bedeutet: Am Jahresende wird das Land Salzburg bis zu 770 Millionen Euro
Schulden haben. Bei einem Budget von 2,2 Milliarden ist das noch verkraftbar
– alarmierend für die Politik ist, wie schnell die Schulden gewachsen sind.
2007 hatte das Land noch ausgeglichen budgetiert. Ziel: Binnen drei, vier
Jahren wieder dorthin zu kommen. Das bedeutet: Das Budget jedes Jahr um bis
zu 30 Mill Euro zu kürzen.
Mitte August müssen die Abteilungen ihre
Budgetvorschläge vorlegen. Dafür brauchen sie aber Vorgaben des Landes, wie
viel sie in etwa ausgeben dürfen. Darum ringen jetzt Finanzreferent David
Brenner (SPÖ) und ÖVP-Chef Wilfried Haslauer. Zu hören ist, dass die Beamten
Federn lassen müssen. Das Personalbudget von 142 Mill. Euro soll gedeckelt
werden. Falls – wie versprochen – keine Nulllohnrunden stattfinden, bedeutet
das effektiv einen dauernden Personalabbau. Kommt doch eine Nulllohnrunde,
würde diese allenfalls zwei Mill. Euro einsparen. Großprojekte im
Straßenverkehr dürften um Jahre nach hinten verschoben werden. Das betrifft
Umfahrungen wie in Saalfelden – oder auch den Gitzentunnel bei Bergheim.
Dessen Bau hatte jüngst der Landesrechnungshof kritisiert. Auch bei der
Wirtschaftsförderung gilt eine Kürzung um 15 Prozent als realistisch. Stetig
gestiegen ist der Betriebsabgang der Landeskliniken. Die Budgetplaner
überlegen, den SALK nun eine Art Kostendeckel zu verpassen – also einen
fixen Zuschuss, mit dem diese auskommen müssen. Auch wenn das bedeutet, die
Aus- und Umbaupläne zu verschieben. Pauschal gespart wird wohl bei den
Ermessensausgaben – also Leistungen, die das Land freiwillig und teils im
Einzelfall vergibt. Hinterfragt werden auch Sozialleistungen wie der
Bildungs- und der Heizscheck, ebenso wie die Pendlerbeihilfe des Landes. Das
riesige Sozialressort benötigt nach eigenen Angaben mehr Geld, gerade für
die Behindertenhilfe. Das Sozialbudget könnte aber zumindest eingefroren
werden. Wahrscheinlich ist, dass die Einsparungen „fair“ zwischen SPÖ- und
ÖVP-Ressorts aufgeteilt werden; freilich ungeachtet der eigentlichen
Sparmöglichkeiten. Dabei haben die beiden „Reichshälften“ jeweils konkrete
Vorstellungen, wo der jeweils andere sparen könnte: In der SPÖ gilt vor
allem das Agrarressort samt Landwirtschaftskammer als aufgebläht. Auch die
Bauabteilung brauche – mangels großen Bauprojekten – nicht mehr so viel
Personal. Umgekehrt stoßen sich manche in der ÖVP an zu vielen
Sozialarbeitern in den Bezirken und an fehlendem Kostenbewusstsein bei den
Sozialvereinen. Was wohl nicht kommt: Ein Verkauf der Wohnbauförderdarlehen.
Oder der Landesanteile an der Salzburg AG oder am Flughafen. |
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19.04.2011 |
SALZBURG

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Kirche für
Atomausstieg
Der Salzburger
Erzbischof Alois Kothgasser warnt vor der Hochrisiko-Technologie Atomkraft
mit großen Gefahren für die heute Lebenden und für nachfolgende
Generationen. Bei der Mahnwache auf dem Salzburger Mozartplatz verlas am
Montagabend Generalvikar Hansjörg Hofer die Rede des Erzbischofs, der
erkrankt ist. Kothgasser fordert zu einem Umdenken in der Energiepolitik und
einem weniger verschwenderischen Lebensstil auf.
/KOLARIK/REPOLUSK |
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salzburg
ORF.at
CHRONIK
22.03.2011
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Ab
sofort jeden Montag Anti-Atom-Mahnwache
In Salzburg hat sich die Anti-Atom-Bewegung jetzt neu formiert. Ab sofort
wollen die Initiatoren jeden Montag ab 19.00 Uhr auf dem Mozartplatz in der
Salzburger Altstadt eine Mahnwache vor dem Wackersdorf-Denkmal abhalten.
"Fordern klare Ablehnung der
Nutzung von Atomenergie"
Ausstieg aus Euratom-Vertrag
verlangt
Die Anti-Atom-Bewegung verlangt von der Landes- und Bundespolitik eine klare
Ablehnung der Nutzung von Atomenergie sowie den Ausstieg aus dem
Euratom-Vertrag.
Wichtiger Herkunftsmarkt für den
Tourismus der Stadt Salzburg.
Stornierungen von Japanern
mehren sich
Die Erdbebenkatastrophe, der Tsunami und die Reaktorkatastrophe in Fukushima
in Japan zeigen indes erste Auswirkungen auf den heimischen Fremdenverkehr.
Es gebe bereits Stornierungen von Urlaubern, aber auch von
Reiseveranstaltern aus Japan, bestätigt der Tourismusmanager der Stadt
Salzburg, Bert Brugger.
Japan zählt zu den wichtigen Herkunftsländern für den Tourismus in Salzburg.
Brugger schätzt den Anteil an Touristen aus Japan mit mehr als 100.000
Gästen pro Jahr.
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17.03.2011 |
SALZBURG

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Sie wollen
den Druck auf die Politik deutlich erhöhen: Robert Müllner und Heinz
Stockinger. Bild: SN |
Der Widerstand formiert sich
neu
Kernenergie.
Der Unmut über die Atompolitik ist größer denn
je. Empörte Bürger wollen eine neue Protestbewegung ins Leben rufen.
SALZBURG (SN-chr, pab, höd)
In Salzburg formiert sich
der Widerstand gegen die Atomenergie neu. Der grün-alternative
Gewerkschafter Robert Müllner und die Wirtin Conny Lemmerhofer luden
Atomkraftgegner am Mittwochabend zu einer Versammlung ins Salzburger
Sternbräu.
Geplant sind Protestmaßnahmen
und Aktionen, um Druck auf Politiker im Land, im Bund und auch auf EU-Ebene
auszuüben. Die Kritiker fordern vor allem „verbindliche Ausstiegsszenarien“
aus der Atomenergie.
„Die Atomkraft soll bald der
Geschichte angehören. Das kann nur das einzige Ziel sein“, sagt Lemmerhofer.
„Es gibt nach meinem Dafürhalten kein sicheres Atomkraftwerk. Atomenergie
ist viel zu gefährlich.“
Auftreten soll die
Protestbewegung weiterhin unter dem Dach der Plattform gegen Atomgefahren
(PLAGE), um die es in den vergangenen Jahren eher still geworden ist. „Wir
wollen eine gemeinsame Plattform, die über alle Partei- und konfessionellen
Grenzen geht“, sagt Müllner. „Wir wollen möglichst viele Leute aus allen
Lagern dafür gewinnen, aktiv zu werden.“
Müllner kann sich vorstellen,
dass die „alten Anti-Atom-Kämpfer“ wieder mit von der Partie sind – und
Verstärkung aus der jungen Generation von Atomskeptikern bekommen. Der Grüne
hofft, dass Organisationen wie die Verkehrsinitiative Fairkehr, die
globalisierungskritische ATTAC oder auch die Entwicklungshilfeplattform
Südwind den Protest mittragen.
Die Mithilfe von Hannes
Augustin, Geschäftsführer des Naturschutzbundes, ist der PLAGE jedenfalls
sicher. „Jetzt ist politisches Handeln statt Herumeiern gefragt“, sagt
Augustin. Eine breite Palette von Aktionen, inklusive Petitionen im
Parlament, ist für den Naturschützer vorstellbar.
Erik Schnaitl von der
Initiative Fairkehr kann sich vorstellen, an Demonstrationen teilzunehmen –
nicht aber an akademischen Diskussionen. „Da ist mir die Zeit zu schade.“
Auch wenn Atomenergie an der
Universität ein Thema ist: Die Hochschülerschaft ist nicht im Boot der
Anti-Nuklear-Aktivisten. „Jedenfalls nicht offiziell. Das kommt wohl eher
aus dem grünen Eck“, sagt ÖH-Chefin und VSStÖ-Funktionärin Svjetlana Vulin.
Eine breite Protestbewegung
könnte jetzt Chancen haben – davon ist Biobäuerin Elisabeth Löcker aus St.
Margarethen überzeugt. „Die Menschen sind jetzt durch die Katastrophe in
Japan hellhörig.“ Die alternative Energie müsse natürlich gestützt werden,
sagt sie. „Nur zu sagen, es geht ohne Atomenergie nicht, ist sehr bequem,
auch für die Politiker." |
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14.03.2011
| salzburg | (SN). |
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Kale Ümit ist grüner
Gewerkschafter und sitzt im
Arbeiterkammerrat. Bild:
SN/ |
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Svjetlana Vulin wurde in Bosnien
geboren – und ist heute für den VSSTÖ im ÖH-Vorsitzteam. Bild:
SN/PRIVAT |
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Tarik Mete brachte es zum Vorsitzenden
der Sozialistischen Jugend in Salzburg. Bild: SN/ |
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Yilmaz Toyran ist der zweite Mann in
der ÖVP im Stadtteil Elisabethvorstadt. Bild: SN/KOLARIK |
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Migranten: Der lange Marsch in
die
Politik
Widerstände. Jeder
fünfte Salzburger hat Migrationshintergrund. Doch in der Politik waren diese
Menschen bisher chancenlos. Dabei gäbe es Kandidaten, die ganz vorn
mitmischen wollen.
CHRISTIAN RESCH
Salzburg (SN).
Tarik Mete ist ein gut aussehender 24-Jähriger mit einem
Jus-Diplom in der Tasche. Seinen türkischen Migrationshintergrund hört man
ihm nicht an, sein Deutsch ist perfekt. Mete wurde im Vorjahr zum
Vorsitzenden der Jungen Sozialisten in Salzburg gewählt, aber das soll für
ihn nicht die Endstation sein. „Ich will in den Landtag“, sagt Mete, denn es
gebe viel zu tun.
Ob Mete es weiß oder nicht – er wird auf seinem Weg einige Hindernisse zu
überwinden haben. Eines der wichtigsten könnte seine Abstammung sein. Denn
der Blick auf die politischen Gremien Salzburgs beweist: Menschen mit
Migrationshintergrund haben es hierzulande schwer als Politiker. So schwer,
dass in der sogenannten „ersten Reihe“ kein Einziger von ihnen vertreten
ist.
In der Landesregierung gibt es keine Migranten – sieht man von Landesrätin
Tina Widmann (ÖVP) ab, die erst kurz vor ihrem Einstieg in die Politik von
einer Deutschen zur Österreicherin wurde. Das ist freilich nicht das, woran
man eigentlich denkt, wenn von Migranten die Rede ist.
Auch im Landtag sieht es nicht gut aus: Unter den 36 Abgeordneten gibt es
niemand mit Wurzeln etwa in der Türkei, im Mittleren Osten oder auf dem
Balkan. In den Landeswahlvorschlägen findet sich zwar eine Handvoll
fremdländischer Namen – jedoch weit weg von wählbarer Stelle.
Auch in der Stadt Salzburg regiert eine Mann- und Frauschaft ohne Multikulti.
Im 40-köpfigen Gemeinderat sitzt immerhin Mladen Krndic als
Integrationssprecher der SPÖ – er kommt aus Bosnien.
Er kam übrigens über ein Kampfmandat in den Gemeinderat. „Wir sind sehr
stolz darauf, dass wir hier Vorreiter sind“, sagt SPÖ-Bezirksgeschäftsführer
Wolfgang Gallei.
Schon einzelne Mandatare mit Migrationshintergrund gibt es in den Gemeinden.
Ebenso im Rat der Arbeiterkammer. Einer von ihnen ist Kale Ümit. Der
35-jährige Kraftfahrer sitzt dort für die grün-nahe AUGE.
Der Türkischstämmige war von grünen Funktionären angesprochen worden und hat
sein politisches Engagement bisher nicht bereut. Warum er als Migrant bisher
zu einer verschwindenden Minderheit im politischen Geschäft gehört, ist für
ihn klar: Weil es eine latent fremdenskeptische Stimmung in Salzburg wie in
Österreich gebe. „Die Parteien haben mit uns sogenannten Ausländern einfach
mehr zu verlieren als zu gewinnen.“ Doch es gebe Anzeichen auf Besserung –
„und solche Leute wie Tarik Mete haben in Zukunft sicher bessere Chancen“.
Das hofft auch ÖVP-Integrationssprecher Yilmaz Toyran (35), der es noch
nicht in den Gemeinderat geschafft hat. Doch die Zeit sei reif dafür, findet
er. Wenngleich: Man müsse nicht nur Österreichern, sondern auch den
Migranten Vorwürfe machen: Weil diese sich zu wenig engagierten.
In der Österreichischen Hochschülerschaft Salzburg hat es Svjetlana Vulin
bereits an die Spitze geschafft. Die SPÖ-Frau kam in Bosnien-Herzegowina zur
Welt. „In meinem Fall gab es aber relativ wenig Hürden, weil ich weiß und
Christin bin“, sagt die 22-Jährige. „Menschen mit dunklerer Hautfarbe sind
sicher
In
Salzburg formiert sich der Widerstand gegen die Atomenergie neu. Der
grün-alternative Gewerkschafter Robert Müllner und die Wirtin Conny
Lemmerhofer luden Atomkraftgegner am Mittwochabend zu einer Versammlung ins
Salzburger Sternbräu.
Geplant sind Protestmaßnahmen und
Aktionen, um Druck auf Politiker im Land, im Bund und auch auf EU-Ebene
auszuüben. Die Kritiker fordern vor allem „verbindliche Ausstiegsszenarien“
aus der Atomenergie.
„Die Atomkraft soll bald der
Geschichte angehören. Das kann nur das einzige Ziel sein“, sagt Lemmerhofer.
„Es gibt nach meinem Dafürhalten kein sicheres Atomkraftwerk. Atomenergie
ist viel zu gefährlich.“
Auftreten soll die
Protestbewegung weiterhin unter dem Dach der Plattform gegen Atomgefahren
(PLAGE), um die es in den vergangenen Jahren eher still geworden ist. „Wir
wollen eine gemeinsame Plattform, die über alle Partei- und konfessionellen
Grenzen geht“, sagt Müllner. „Wir wollen möglichst viele Leute aus allen
Lagern dafür gewinnen, aktiv zu werden.“
Müllner kann sich vorstellen,
dass die „alten Anti-Atom-Kämpfer“ wieder mit von der Partie sind – und
Verstärkung aus der jungen Generation von Atomskeptikern bekommen. Der Grüne
hofft, dass Organisationen wie die Verkehrsinitiative Fairkehr, die
globalisierungskritische ATTAC oder auch die Entwicklungshilfeplattform
Südwind den Protest mittragen.
Die Mithilfe von Hannes Augustin,
Geschäftsführer des Naturschutzbundes, ist der PLAGE jedenfalls sicher.
„Jetzt ist politisches Handeln statt Herumeiern gefragt“, sagt Augustin.
Eine breite Palette von Aktionen, inklusive Petitionen im Parlament, ist für
den Naturschützer vorstellbar.
Erik Schnaitl von der Initiative
Fairkehr kann sich vorstellen, an Demonstrationen teilzunehmen – nicht aber
an akademischen Diskussionen. „Da ist mir die Zeit zu schade.“
Auch wenn Atomenergie an der
Universität ein Thema ist: Die Hochschülerschaft ist nicht im Boot der
Anti-Nuklear-Aktivisten. „Jedenfalls nicht offiziell. Das kommt wohl eher
aus dem grünen Eck“, sagt ÖH-Chefin und VSStÖ-Funktionärin Svjetlana Vulin.
Eine breite Protestbewegung
könnte jetzt Chancen haben – davon ist Biobäuerin Elisabeth Löcker aus St.
Margarethen überzeugt. „Die Menschen sind jetzt durch die Katastrophe in
Japan hellhörig.“ Die alternative Energie müsse natürlich gestützt werden,
sagt sie. „Nur zu sagen, es geht ohne Atomenergie nicht, ist sehr bequem,
auch für die Politiker.
mit
weitaus größeren Problemen konfrontiert.“
Ähnlich sieht die Lage der renommierte Politikberater Thomas Hofer – vor
allem für die Landesparteien abseits Wiens. Es bestehe die Gefahr, dass „Quotenmigranten“
in die Parteien geholt würden, damit eben dieses Segment abgedeckt sei. „Die
sind dann halt meistens Migrationssprecher. Wirkliche Integration wäre es,
würde man auch als Migrant ganz normal in ganz normale Parteipositionen
gelangen.“
Warum passiert das nicht? „Spätestens seit Jörg Haiders
Ausländervolksbegehren wird in Österreich alles, was ausländisch ist, nicht
sehr in den Vordergrund gerückt. Man stellt Migranten eben nicht nach vorn.
Es gibt eine tief sitzende Angst, dass das der Partei schaden könnte.“
Strategisch müssten gerade SPÖ und ÖVP stets fürchten, dann Stimmen in
Richtung FPÖ zu verlieren.
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Inge
Haller
Bürgerliste |
„Auch
Nicht-EU- Ausländer sollten in der Stadt wählen dürfen.“ |
Viele Migranten in Salzburg – doch nicht in der Politik
Salzburg ist ein
Einwanderungsland – Bürgerliste will Ausländer zu städtischen Wahlurnen
bitten
salzburg (SN). Beinahe jeder fünfte Salzburger hat Migrationshintergrund,
das sind insgesamt rund 94.500 Menschen mit Hauptwohnsitz in Salzburg. Das
sagen die Zahlen der Salzburger Landesstatistik. Innerhalb dieser Gruppe
besitzen rund 65.400 Personen eine ausländische Staatsbürgerschaft. Damit
stellen Menschen mit einer anderen Staatsbürgerschaft als der
österreichischen 12,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Fast 50 Prozent
davon, konkret rund 28.500 Personen, sind Staatsbürger eines
Nachfolgestaates des ehemaligen Jugoslawien, ohne Slowenien. Weiters leben
12.900 Deutsche und 9600 Türken in Salzburg. Aus anderen EU(15)-Staaten
stammen 4300, aus den zehn am 1. Mai 2004 der EU beigetretenen Ländern
zirka 2800 Personen. Rund 1100 Menschen kommen aus den beiden jüngsten
EU-Mitgliedsstaaten Rumänien und Bulgarien. Die Ausländer mit anderen
Nationalitäten summieren sich auf rund 8800 Personen.
Auf
kommunaler Ebene dürfen Ausländer aus der EU bereits wählen. Grüne und
Bürgerliste fordern, dass auch Nicht-EU-Ausländer nach einigen Jahren den
Bürgermeister mitwählen.
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