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03.
Oktober 2004 APAONLINEMANAGER
Soziales
l Pensionen l Exekutive / Grüne / Salzburg
Grüne
Gewerkschaft kritisiert geplante Schwerarbeiterregelung
Utl.:
"Auch Sozial- und
Gesundheitsberufe sind Schwerarbeit
"-
AUGE/UG Salzburg fordert allgemeine Kriterien =
Salzburg
(APA) - Kritik an den Plänen der Bundesregierung. nur Exekutivbeamte in
die Schwerarbeiter - Pensionsregelung
einzubeziehen, kommt auch von den "Alternativen und Grünen
GewerkschafterInnen" (AUGE/UG) Salzburg. Sozial- und
Gesundheitsberufe würden ebenso unter Schwerarbeit fallen, hieß es
heute, Sonntag, in einer Aussendung.
Die
Arbeitnehmer in diesen Berufen seien "besonderen psychischen und körperlichen
Belastungen ausgesetzt. Sie leisten regelmäßig Nachtdienste. haben
unregelmäßige Arbeiten, leiden oft samt ihren Familien unter diesen
Bedingungen", betonten die Arbeiterkammer-Rätinnen der AUGE/UG
Salzburg, Jutta Tischler und Gabi Wenghofer.
Bundeskanzler
Wolfgang Schüssel (ÖVP) verfolge das Motto: "wer Schwerarbeiter
ist, bestimme Ich" sagte
Tischler. Prinzipiell gebe es gegen die Schwerarbeiterregelung für
Exekutivbeamte nichts einzuwenden.
Es könne aber wohl nicht sein, dass
"keine allgemein verbindlichen Kriterien festgelegt werden, sondern
angesichts der
bevorstehenden Personalvertretungswahlen im öffentlichen Dienst
die schwarzblaue Regierung ihr Wählerpotenzial mit diffusen
Versprechungen einlullen will".
APA0188 2004-10-03 |
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11.August 2004 SALZBURGER
FENSTER
Fensterputzer
PMU-Startseite: Kein link zur
SALK
Überlicherweise wird bei
Unternehmen, die gegenseitig in Beziehung stehen, auf der
Homepage-Startseite gegengelinkt, insbesondere dann, wenn die
jeweilige Homepage Nutznießer eines Partners ist. Auf der
Startseite der SALK (Salzburger Landeskliniken) ist die PMU
(Privatmedizin-Uni) prominent verlinkt. Umgekehrt allerdings
nicht: Einen Link auf der Startseite der PMU zur SALK suche man
vergebens, wie LKH-Betriebsrätin Jutta Tischler (AUGE)
aufgefallen ist. Abgesehen davon, dass dies der grundsätzlichen
Höflichkeit des „Gegen-Linkens“ widerspreche, habe man bei
Betrachtung der Finanzströme (vom Land zur PMU) überdies das
Gefühl, „dass hier der Schwanz mit dem Hund wedelt“.
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14.Juli. 2004 SALZBURGER
FENSTER
Unmut im Landeskrankenhaus
„Oben mehr Posten, in der Pflege weniger“ – Schieflage bei
Einsparungen
Unter den Mitarbeitern des St. Johannsspitals gärt es: Oben werde
aufgebläht, in der Schwesternschaft eingespart. Ein leitender
Angestellter hat gekündigt.
Im Pflegebereich werde jeder
Dienstposten drei Monate lang nicht nachbesetzt, die Überstunden friere
man ein, „aber in den oberen Rängen spielen Personaleinsparungen
offenbar keine Rolle“. Dem Betriebsratsvorsitzenden des St.
Johannsspitals, Bernhard Treschnitzer, reicht es. Spitalschef Max Laimböck
solle den Mitarbeitern erklären, „warum 10, 12 oder gar 14 Millionen
eingespart werden müssen“, wie das bei einem Kassasturz im Dezember in
den Raum gestellt worden sei, „und warum er trotzdem zusätzliche Führungskräfte
braucht, um das zu erreichen“, verlangt er Aufklärung von der Geschäftsführung.
Unter den Spitalsmitarbeitern gärt es: Während in der zweiten Führungsebene
kräftig aufgestockt werde – in den Servicebereichen um bis zu fünf
Posten mehr, im St. Johannsspital drei statt bisher einem
Wirtschaftsdirektor – werde in der Schwesternschaft die Sparschraube
noch enger angezogen. „Jetzt ist es schon soweit, dass auch eine
Oberschwester, die im September in Pension geht, nicht mehr nachbesetzt
wird“, sieht sich auch Grün-Alternativ-Betriebsrätin Jutta Tischler
mit einer „unhaltbaren Situation“ konfrontiert. Die Pflege werde
buchstäblich ausgehungert. Die mit 1. August in Kraft tretenden neuen
Strukturen dienten der Spitalsleitung dazu, den Pflegebereich auch in den
Gremien zurückzudrängen. Einer Mitarbeiterin in der Pflegedirektion
seien die Agenden der Personalrekrutierung entzogen worden. Für die Grün-Alternativ-Gewerkschafterin
„eine Attacke auf die kollegiale Führung“.
Zwei Stationen bereits zugesperrt
„Große Verunsicherung beim Pflegepersonal“ ortet auch Vorsitzender
Treschnitzer. Niemand wisse, welche Station als nächstes zugesperrt
werde. Die kürzlich erfolgte Schließung der Dokulyse (für Schwangere,
die liegen müssen) und der Mutter-Kind-Station sei „Gesprächsthema
Nummer 1.“
Man habe die Auslastung des Kinderspitals herangezogen, was bei der
Mutter-Kind-Station für chronisch kranke Kinder aber völlig unangebracht
sei, ist das Aus auch für Jutta Tischler nicht nachvollziehbar. Überall
werde gekappt, „außer im Führungsbereich“.
Oberschwester wird nicht nachbesetzt
Der im Jahr 2003 ohnehin schon reduzierte Stellenplan sei um weitere
vierzig Dienstposten gestutzt worden, von den rund 100 Abgängern der
eigenen Krankenpflegeschule könnten nur 21 übernommen werden. Die
Schwesternschaft stünde unter einem immer größeren Druck. „Es wurde
uns versprochen, dass wir Landesbedienstete bleiben und keine Nachteile zu
befürchten hätten“, erinnert Tischler an Polit-Versprechen bei der
Ausgliederung. „Davon haben wir aber nicht viel. In erster Instanz ist
der Geschäftsführer zuständig, und er kann mit uns machen, was er
will.“ Es sei zu befürchten, so die Betriebsrätin, „dass uns die
Leute bald scharenweise davonlaufen“.
Neue Posten in den Führungsetagen
Verunsicherung durch personelle Veränderungen
Neu in der Geschäftsführung ist Gerhard Pöttler, seit Anfang
Juli persönlicher Assistent der Geschäftsführung (Max Laimböck und
Christine Rühle). Pöttler kommt aus der Privatwirtschaft und war
zuvor in der Kika- beziehungsweise in der Hofer-Geschäftsführung
tätig.
Silvia Tikautz, die vorher den Assistenzposten innehatte,
wechselt ins St. Johannsspital und übernimmt einen der drei neuen
Leiterposten. Neben dem bisherigen Wirtschaftdirektor Gerhard
Biber kommt auch einer von außen dazu: Erik Vossius-Irshaid,
bisher Wirtschaftsdirektor bei den Barmherzigen Brüdern.
Auch eine eigene PR- und Presse-Zuständige gibt es seit kurzem:
Manuela Weinberger von der Publico-Linz übernimmt die Stabstelle
Öffentlichkeitsarbeit. Bisher war die Publico-Linz damit
beauftragt, bis Ende des Jahres läuft die PR-Betreuung parallel.
Neue Leiter wird es zudem für die Bereiche EDV und Finanzen
geben. Jemanden, der beide Bereiche übernehmen könne, „gibt es am
Markt nicht“, begründet Geschäftsführer Günther Laimböck die
Ausschreibung zweier Posten. Bisher fielen diese Agenden in den
Zuständigkeitsbereich von Robert Hörmann, der nach sechsjähriger
leitender Tätigkeit in den Landeskliniken – er war für den
gesamten wirtschaftlich-technischen Bereich zuständig – aus freien
Stücken gekündigt hat. Aus der Pharmaindustrie gekommen, wechselt
er nun in einen privaten Gesundheitskonzern, der unter anderem
Serviceleistungen für Spitäler anbietet. Die Teilung seiner
bisherigen Agenden in nun fünf Bereiche hält er „ökonomisch für
nicht sinnvoll“. Sinnvoller wäre es, den technischen
Service-Bereich, den Private billiger anbieten könnten,
auszugliedern und sich auf das Kerngeschäft, den klinischen
Bereich, zu konzentrieren, ist er überzeugt.
Brigitte
Gappmair
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Mai. 2004
ÖGB
Solidarität
Streik
Alle
Räder stehen still
Beim Botendienst
Veloce knirscht es in den Speichen. Erstmals solidarisieren sich
atypisch Beschäftigte und kämpfen um ihre Rechte.
Wenn
sich Manfred Ecker aufs Rad schwingt, dann tut er das nicht zur
körperlichen Ertüchtigung. Fitness ist nur ein Nebenprodukt
seines Berufs. Seit elf Jahren durchquert Manfred Ecker Wien auf
seinem Drahtesel – mit einem knallgelben Rucksack am Rücken,
dem Markenzeichen des Botendienstes Veloce. Kilometerlange Staus
und labyrinthische Einbahnrege-lungen lassen „citro“ (Funkkürzel)
unbeeindruckt.
Stress.
Zeitdruck ist die Norm im Berufsalltag der MeisterInnen der
Beinarbeit. Ob Notfallmedikamente, Kondome, Wohnungsschlüssel für
das wartende Kind oder zwei Kilo Eis – die KundInnen erwarten
schnelle Zustellung, bei Regen, Sturm oder 38 Grad im Schatten.
Trotzdem: „Stress
ist, wenn du kein Packerl im Rucksack hast.“ Denn ein leerer
Rucksack bedeutet ein leeres Konto. Die BotInnen sind atypisch
Beschäftigte, sie arbeiten großteils mit freien Dienstverträgen,
einige mit Werkverträgen. Ihr Honorar beträgt 57 Prozent des
von ihnen erwirtschafteten Umsatzes. Das heißt: je mehr
Fahrten, desto mehr Geld. Kein Wunder, dass es mit dem
harmonischen Teamgeist unter KollegInnen oft nicht weit her ist.
Reich geworden ist
als FahrradbotInnen noch keiner. Bei Veloce gilt: Das Rad muss
selbst mitgebracht, selbst in Schuss gehalten und versichert
werden. Neulinge haben für Rucksack und Kleidung eine Kaution
zu erlegen und bekommen erst mal weniger als 57 Prozent
Umsatzanteil. In den Sommermonaten werden zusätzlich Studenten
aufgenommen, was die Auftragszahl für jede/n Einzelnen
schrumpfen lässt.
Insgesamt, so Ecker,
sei das Einkommen in den vergangenen elf Jahren gesunken. Kam
man damals noch auf einen durchschnittlichen Stundenlohn von 200
bis 250 Schilling, seien es jetzt gerade mal zehn oder elf Euro.
Zudem verrechnet das Unternehmen pro monatlich ausgestellter
Honorarnote zehn Euro, und die Überweisungen lassen oft bis zum
18. des Folgemonats auf sich warten.
Stillstand.
Seit Mitte März wollen die FahrerInnen diese
Eckpfeiler ihrer Arbeit nicht mehr hinnehmen: Geschäftsführer
Paul Brandstätter, 1987 Begründer des ersten
Fahrradbotendienstes Österreichs, hatte im Februar die
Kunden-Tarife um 50 Cent hinaufgesetzt, von dieser Preiserhöhung
aber nur 26 Prozent an seine BotInnen weitergegeben. Mit
Warnstreiks zeigten die Betroffenen unmissverständlich ihren
Unmut, stießen bei der Geschäftsleitung jedoch auf keinerlei
Verständnis. Als der Sprecher der RadbotInnen, Manfred Ecker,
und kurz darauf 20 weitere streikende BotInnen gekündigt
wurden, eskalierte der Streit: Ein Teil der Räder stand still
und war auch durch die Rücknahme der Kündigungen durch Paul
Brandstätter nicht wieder in Bewegung zu setzen.
Spitze
des Eisbergs. Dass ein Trüppchen BotenfahrerInnen,
mit dem Image der Öko-IndividualistInnen gestartet, gegen einen
Unternehmer aufbe-
gehrt, wäre an sich nichts Besonderes. Aber „das ist nur die
Spitze des Eisbergs“, weiß Nicholas Hauser von work@flex, der
GPA-Initiative für Menschen mit atypischen Beschäftigungen,
die die RadlerInnen während des Streiks auch finanziell unterstützt.
Denn erstmals sind es nicht Angestellte, die sich zum
Arbeitskampf solidarisieren, sondern freie DienstnehmerInnen und
KleinstunternehmerInnen.
Sie haben, weil ohne
Personalvertretung, keine Möglichkeit der betrieblichen
Mitbestimmung. Ihre vermeintliche Freiheit der eigenen
Zeiteinteilung bezahlen sie damit, keine
Arbeitslosenversicherung, keinen Anspruch auf bezahlten Urlaub
oder Krankenstand zu haben. Dass das auch auf die Gesundheit
geht, weiß Hauser, der selbst einmal bei Veloce (Funkkürzel
„winnifred“) geradelt ist: „Wenn sich einer den Arm
bricht, fährt er trotzdem – eben mit Gips, und mit Grippe
daheim zu bleiben kann sich kaum einer leisten.“
Fragwürdige
Verträge. Jetzt werden sich Gerichte damit beschäftigen,
ob es sich bei den BotenInnen-Verträgen um freie Dienstverträge
handelt oder ob nicht vielmehr verdeckte Arbeits- bzw.
Angestelltenverhältnisse vorliegen. Immerhin ziert die Verträge
z.B. eine Konkurrenzklausel (bis sechs Monate nach Ende des
Dienstverhältnisses), was wirtschaftlicher Abhängigkeit
gleichkommt und freien Dienstverträgen widerspricht. Auch
andere Vertragspunkte sind fragwürdig. Klagen auf Anstellung
sind anhängig. Der Streik war bei Redaktionsschluss im Gang.
Die „Solidarität“ wird weiter berichten.
Elisabeth
Tschachler-Roth
©
Solidarität
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13. Mai. 2004
salzburg
ORF
Änderung des
Pflegegesetzes gefordert
Vertreter von Salzburger Pflegefachleuten verlangen eine Änderung
des Bundespflegegesetzes. Zurzeit dürfen nur Ärzte
Pflegegeld-Einstufungen vornehmen.
PflegerInnen können
auch beraten
Ausgebildete und praktizierende PflegerInnen und Pfleger könnten
die Lage besser beurteilen und den Angehörigen auch gleich
Beratung anbieten, argumentiert die Arbeitsgemeinschaft
Pflegedienstleitungen der Krankenhäuser Salzburgs diese
Forderung.
"Pflege
muss eingebunden werden"
Dass ausgerechnet beim Thema "Pflegegeld" die Pflege
nicht eingebunden werde, sei schlecht, die Entscheidung über
Pflegegeldeinstufungen erfolgt nämlich auschließlich nach nach
ärztlicher Begutachtung. Peter Fleißner vom Gesundheits- und
Krankenpflegeverband Salzburg ist mit dieser Situation nicht
einverstanden.
Peter
Fleißner dazu:
"Sehr viele Menschen werden alleine gelassen mit dem Geld -
und damit sind viele überfordert. Wir wünschen uns gekoppelt
zum Pflegegeld Qualifizierungsbesuche und Beratungsbesuche, was
die Ausstattung 'Umfeld der Wohnungen' anbelangt."
ARGE-Vorsitzende
beschreibt Besuchsablauf
Monika Oberndorfer, die Vorsitzende der ARGE
Pflegedienstleitungen beschreibt, wie so ein Besuch durch eine
Pflegekraft in der Praxis ablaufen könnte:
"Es muss ja nicht so sein, dass die täglich kommt, aber
vielleicht einmal in der Woche oder 14-tägig kommt eine
qualifizierte Pflegeperson vorbei, bespricht den Pflegeplan
durch und hat den und den Tipp oder sagt auch einmal: 'Ich
merke, Sie als pflegender Angehöriger sind überfordert, wollen
Sie nicht einmal Ihren Betroffenen in eine Kurzzeitpflege
geben?' zum Beispiel - also auch im Sinne der Angehörigenunterstützung
tätig zu sein."
Die
meisten Pflegefälle werden von Angehörigen betreut
80 Prozent der Pflegebedürftigen werden von Angehörigen und
nicht von professionellen Diensten gepflegt. Diese große Zahl
gehöre entsprechend unterstützt, sagt Karl Schwaiger von der
ARGE Pflegedienstleitungen.
Er
bekräftigt seine Forderung nach einer Einbindung der Pflegekräfte
in die Pflegegeldeinstufung:
"Pflege kann eindeutig besser beurteilen, welche Ressourcen
der Patient noch hat und in welche Pflegestufe er tatsächlich
einzustufen ist. Und auch die Beratung ist ein wesentlicher
Punkt."
Wien
und Steiermark machen es vor
Beratung soll es gleich bei der Einstufung geben. In einem
Pilotversuch in der Steiermark und in Wien wird diese Idee
bereits umgesetzt. © ORF
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http://www.oedp.de/
Mai
2004
Autokonzern reduziert
Strahlungsbelastung
Elektrosmog:
BMW übernimmt ödp-Vorsorgewert
Als
erster Großkonzern hat der Automobilhersteller BMW Group die zulässige
Strahlungsbelastung seiner weltweit rund 105.000 Mitarbeiter durch betriebliche
DECT-Schnurlostelefone auf höchstens 100 µW/m² reduziert. Dieser
Strahlungswert liegt um den Faktor 100.000 unter dem derzeit gültigen
gesetzlichen Grenzwert.
27.02.2004
BMW reagiert damit auf die heftig geführte und nach wie vor offene Diskussion
über die Gesundheitsrisiken von Mobilfunkgeräten. Wie die zuständige
Abteilung Arbeits- und Umweltschutz bei BMW auf Anfrage mitteilte, hat man sich
vorab intensiv über die Sachlage informiert. Von beiden Seiten wurde Rat
eingeholt (z. B. von dem bekannten Elektrosmog-Experten Prof. G. Käs und von
DECT-Lieferant Siemens), bevor sich die Verantwortlichen für die massive
Reduzierung entschieden, die für die gesamte BMW Group weltweit gültig ist.
Zur Umsetzung des niedrigen BMW-Grenzwerts wurde die Sendeleistung der
DECT-Basisstationen (Mittelwert 10 mW, Spitzenwert 250 mW) durch den Einbau von
Dämpfungsgliedern soweit verringert, dass auch in unmittelbarer Nähe einer
solchen Station der BMW-Grenzwert eingehalten wird. Insbesondere im Münchener
Forschungszentrum FIZ konnte dann jedoch die Funkversorgung nicht mehr zuverlässig
gewährleistet werden. Grund: In dem Büro- und Laborkomplex lassen sich dämpfende
Trennwände problemlos versetzen oder neu einziehen. Auf diese Weise kann schon
durch Trockenbauarbeiten eine zuvor intakte Funkversorgung plötzlich
zusammenbrechen. Um dies zu vermeiden, müssen etliche DECT-Basisstationen im
FIZ mit höherer Leistung senden als ursprünglich geplant.
Damit der BMW-Grenzwert dennoch eingehalten wird, wurden die in Deckennähe
montierten DECT-Basisstationen mit einem Kostenaufwand von rund 100 000 Euro –
getragen von BMW – durch metallbedampfte Glasscheiben abgeschirmt.
Diese ”Deflektoren” sind nahe der Stationen montiert, sie lassen die
seitliche Abstrahlung ungehindert zu, schützen jedoch den unterhalb einer
Station sitzenden Mitarbeiter. BMW ließ die Deflektoren bei einem Zulieferer
anfertigen. Schlichte Metallplatten haben dieselbe Schutzwirkung, die schmucken
Glasplatten wurden nur wegen der Optik gewählt.
©
ödp
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SALZBURGER
FENSTER
03.
März. 2004
Digital-Telefone im Spital: Endlich
Einsicht in Gutachten
Was Landes-Umweltmediziner
Gerd Oberfeld in seinem lang geheim gehaltenen Gutachten sagt
Lange unter Verschluss, können
sich nun besorgte Holding-MitarbeiterInnen über die Belastung der neuen
Mobiltelefone im St.-Johanns-Spital informieren. Umweltmediziner Oberfeld
lehnte die Funkanlage klar ab.
Bereits vor zwei Jahren wurde
in umfangreichen Stellungnahmen die Einführung einer neuen mobilen
Telefonanlage in den Salzburger Landeskliniken sanitätsbehördlich geprüft.
Mittlerweile wurden flächendeckend in allen Abteilungen des
St.-Johanns-Spitals digitale Schnurlostelefone eingeführt, in der so
gennanten DECT (Digital Enhanced Cordless Telecommunications)-Technologie.
Dazu mussten die Abteilungen mit mehr als 400 Sendestationen ausgestattet
werden, rund 700 DECT-Handys sind in der Klinik in Betrieb.
Dauersender. Allerdings
nicht unumstritten, wegen des Elektrosmogs. Die Technologie hat nach Ansicht
von Experten drei wesentliche Nachteile: Die Basisstationen von
DECT-Telefonen sind Dauersender, die auch funken, wenn nicht telefoniert
wird (100-Hertz-Strahlung). Sie strahlen ungeregelt mit Spitzenwerten, und
zum Dritten – wie Handys mit gepulster Strahlung.
Gepulste Strahlung. Kein
Wunder, dass der Umweltmediziner des Landes bereits bei der Einführung in
der Chirurgie West zu dem Schluss kam: Zusammenfassend darf der Behörde
empfohlen werden, die Betriebsbewilligung für die Schurlostelefonanlage
nicht zu erteilen und die Außerbetriebnahme der Anlage vorzusehen.
Umweltmediziner Oberfeld
empfahl: Anlage nicht in Betrieb nehmen
Nachfolgende Auswirkungen seien
wissenschaftlich beobachtet worden, abgesehen von Störungen der
Grundregulation des Körpers: Schlafstörungen, verminderte Infektabwehr,
Zunahme von unausgereiften roten Blutkörperchen bei Kindern. Dazu
zitiert Oberfeld in seiner Stellungnahme den deutschen Medizinphysiker
Lebrecht von Klitzing, der festhält, dass die DECT-Anlage für
den gegebenen Bestimmungsort ungeeignet ist, da die daueremittierenden
Systeme in den sensiblen Klinikbereichen, wie auch in den dauergenutzten
Funktionsräumen zu gesundheitlichen Problemen führen. Mehr als tausend
Ärzte in Deutschland haben sich im sogenannten „Freiburger Appell“ für
eine Verbannung von DECT aus öffentlichen Gebäuden stark gemacht.
Keinen Zusammenhang.
Dennoch ist die Technologie in den Landeskliniken eingeführt worden, weil
es auch Gutachten gab, die keinen Zusammenhang zwischen
Gesundheitsrisiken und DECT festgestellt haben (u. a. Forschungszentrum
Seibersdorf, TU Graz).
Studie blieb lange unter
Verschluss
Grün-Gewerkschafter wurden
aktiv, nachdem einige Mitarbeiter über Beschwerden geklagt haben sollen.
Die Stellungnahme von Landesmediziner Oberfeld blieb lange unter Verschluss,
mit dem Hinweis auf behördliche Verfahren, von den Grünen im Land als
„Geheimhaltungspolitik“ angeprangert.
Einsicht. Nun ist es
zumindest gelungen, dass „jeder, der will“ (so SALK-Geschäftsführer
Max Laimböck), Einblick in die „persönlichen Einschätzungen von Dr.
Oberfeld“ bekommen kann. Zumindest in der Geschäftsführung, eine
Herausgabe der Einschätzung sei aus rechtlichen Gründen nach wie vor nicht
möglich. Grünen-Abgeordnete Heidi Reiter beharrt darauf, die Daten müssten
nach dem Umweltinformationsgesetz „für alle BürgerInnen zu bekommen
sein.“ Die Biologin fordert einen Bescheid der Sanitätsbehörde und will
damit zum Verfassungsgerichtshof. Dazu ein „Monitoring und sorgsamen
Umgang“ im Spital mit der Technologie.
Harmloser als Handy. SALK-Geschäftsführer
Laimböck verweist darauf, dass die DECT-Handys „eine deutlich
geringere Strahlungsdichte haben als übliche Handys, und sogar in der Nähe
medizintechnischer Geräte eingesetzt werden können.“ Die gesetzlichen
und international anerkannten Grenzwerte würden an den Salzburger
Landeskliniken „um das 300.000fache unterschritten“, selbst jene Werte
von Landes-Umweltmediziner Oberfeld. Das herkömmliche Pager-System (ohne
Funkbelastung) habe den Nachteil, dass man „nicht kommunizieren“ könne.
Daniela
Strasser
© SF
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SALZBURGER
FENSTER
11.
Feb. 2004
AK-Wahl:
100.000 haben nicht gewählt
Wahlbeteiligung
nur 40 Prozent
Nach
der deutlich gesunkenen Wahlbeteiligung herrscht in der
Arbeiterkammer Katerstimmung – auch beim Wahlsieger, der SPÖ.
Als
er bei der Auftakt-Pressekonferenz gefragt worden sei, was das
Ziel bei der Wahlbeteiligung sei, habe er gesagt, „wie beim
letzten Mal, wünschenswert wären 50 Prozent, 40 müssten es
aber mindestens sein“. Zufrieden ist Wahlsieger Siegfried
Pichler mit der von ihm selbst als unterstes Level bezeichneten
Wahlbeteiligung aber nicht. Und es ist auch alles andere als ein
Grund zum Jubeln: Mit nur knapp 40 Prozent liegt die
Wahlbeteiligung weit unter jener bei der 2000er-Wahl. Damals
beteiligten sich immerhin 45 Prozent. Damit sinkt die
Wahlbeteiligung wieder in Richtung Studenten-Wahlen-Niveau, das
bei 30 Prozent so ziemlich die niedrigste Marke ist: Von den in
Salzburg 174.304 wahlberechtigten Arbeitnehmern haben 67.439
teilgenommen, mehr als 100.000 Stimmberechtigte haben nicht gewählt.
Vom
ÖAAB wurde umgehend die Legitimationsfrage gestellt: Bei einer
so niedrigen Wahlbeteiligung könne nicht von einer Akzeptanz
der Arbeiterkammer gesprochen werden.
Ganz
anders will Sieger Siegfried Pichler das Fernbleiben verstanden
wissen: ÖVP und in einem noch höheren Ausmaß die FPÖ seien
aus Frust über die arbeitnehmerfeindliche Politik der
schwarz-blauen Regierung offenbar für viele nicht wählbar
gewesen.
Grüngewerkschafterin
Tischler: „Alarmsignal“
Als
„Alarmsignal“ sieht Jutta Tischler (AUGE) die geringe
Wahlbeteiligung. „Die Leute sind irritiert und verunsichert
von der vielen Wahlwerbung.“ Genauere Analysen seien
abzuwarten. Offenbar habe sich die Wahl auf die Betriebe
konzentriert, „und die sind FSG-dominiert, das erklärt auch
den starken Zugewinn der SPÖ“, schildert die Grün-Alternativ-Gewerkschafterin
ihren Eindruck.
Für
die SPÖ bedeutet das Ergebnis jedenfalls erheblich mehr an
Macht. Trotz eines nicht gerade überwältigenden Zuwachses an
Stimmen: Gegenüber der letzten AK-Wahl sind es für die SPÖ-Gewerkschafter
nämlich lediglich um rund 2500 Stimmen mehr geworden. (Von
43.111 bei der 2000er-Wahl auf 45.628 bei der jetzigen Wahl.)
Von
den insgesamt 70 Sitzen in der Vollversammlung nimmt die FSG nun
49 ein (bisher 43) und hat damit die Zweidrittelmehrheit.
Zweitstärkste
Fraktion, allerdings mit Abstand hinter der SPÖ ist der ÖAAB:
Die ÖVP-Liste büßte ein Mandat ein und hat nun 14 Sitze in
der Vollversammlung.
Die
Grün-Alternativen Gewerkschafter sind wie bisher mit drei
Mandaten und, stimmenmäßig vor der FPÖ, nun drittstärkste
Kraft.
Die
größten Verluste gab es für die FPÖ: Die freiheitlichen
Arbeitnehmer rasselten nach der Spaltung der FPÖ-Fraktion von
acht auf drei Mandate ab. Die FPÖ-Dissidentenliste „Frei und
Unabhängig“ erreichte ein Mandat.
Die
Türkenliste „Bündnis Mosaik“ (bisher ein Mandat) blieb
diesmal ohne Mandat. Der Gewerkschaftliche Linksblock hat den
Einzug wieder nicht geschafft. Als Spitzenkandidat hatte sich
Eisenbahner-Kämpfer Manfred Hammer ins Zeug gelegt.
Brigitte
Gappmair
© SF
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SALZBURGER
FENSTER
11.
Feb. 2004
Fensterputzer
FSG-Sieg:
Alle vier Präsidenten, auch Salzburger Kasse wird rot
Nach
dem FSG-Sieg bei der Arbeiterkammerwahl, der den SPÖ-Gewerkschaftern
die Zweidrittelmehrheit bescherte, sind die Machtpositionen in
der Salzburger AK fast ausschließlich in roter Hand. Die SPÖ
stellt nicht nur den Präsidenten, sondern auch alle drei Vizepräsidenten.
(Derzeit hält einen der drei Vize der ÖAAB.) Im Vorstand kommt
es ebenfalls zu einer noch erheblicheren SPÖ-Lastigkeit: Von
den elf Vorstandsmitgliedern stellt die FSG künftig neun
(bisher acht), der ÖAAB wie bisher zwei Mitglieder. Nicht mehr
im Vorstand vertreten sind die Freiheitlichen, die bisher einen
Sitz inne hatten.
Lovrek:
Aufteilung erst zu klären
„Das
muss uns der Wahlkommissär erst vorlegen“, ist für Paul
Lovrek, den jetzigen ÖVP-Vize, die Sache mit den Vizepräsidenten
noch nicht gegessen. Wie die drei Vizepräsidenten-Positionen
aufzuteilen sind, sei noch nicht geklärt. Lovrek: „Die Frage
ist, wird die Position des Präsidenten eingerechnet oder
nicht.“ Wenn ja, würde nach Ansicht Lovreks der ÖAAB
weiterhin einen Vizepräsidenten stellen, „wenn nicht, geht er
verloren“.
Plausibel
wäre es nicht. Lovrek: „Wir sind nach wie vor zweitstärkste
Fraktion und haben nur um ein Mandat weniger erreicht.“
Seinen
Rücktritt anbieten werde er dennoch: „Als Spitzenkandidat übernehme
ich die Verantwortung.“ Darüber beraten will sich die ÖAAB-Fraktion
nach den Semesterferien.
Vorsitz
im Kontrollausschuss: Pichler für alle Varianten offen
Den
Kleinen gegenüber wollen sich die Wahlsieger als großzügig
erweisen: Grüne und Freiheitliche sollen in den Vorstand und in
die Ausschüsse kooptiert werden, bekräftigten AK-Präsident
Siegfried Pichler und FSG-Vorsitzender Walter Androschin bei der
Sieger-Pressekonferenz unisono.
Nach
dem Absturz der FPÖ-Liste sind auch die sechs Ausschüsse nur
noch von Rot und Schwarz besetzt. Bisher war das Verhältnis
5:2:1 (fünf von der SPÖ, zwei vom ÖAAB und ein FPÖ-Mitglied).
Künftig sind die Ausschüsse mit sechs eindeutig SPÖ-dominiert,
für den ÖAAB ändert sich in den Ausschüssen nichts.
Wer
den Kontrollausschuss führen wird, wird noch spannend. Laut
Gesetz muss es jedenfalls eine Minderheitenfraktion sein. Bisher
hatte den Vorsitz der ÖAAB inne. Ob es wieder der ÖAAB sein
wird, ist nicht fix. „Wir sind für alle Varianten offen“, kündigt
jedenfalls Pichler an. Ein Gespräch mit allen in der
Vollversammlung vertretenen Gruppierungen soll es Mitte Februar
geben.
Kassenvorstand:
Rot rein, Blau raus
Eine
Machtverschiebung hin zur SPÖ wird es auch in der Salzburger
Gebietskrankenkasse geben. Von den acht Arbeitnehmervertretern
im Vorstand wird die FSG künftig sechs entsenden. Bisher war
das Verhältnis noch 5:2:1 (fünf von der SPÖ, zwei vom ÖAAB
und ein FPÖ-Vorstandsmitglied). Die Freiheitlichen fliegen
raus, der ÖAAB kann weiterhin mit zwei Vorständen rechnen. Möglicherweise
könnte es nach Auszählung aller Briefwahlstimmen in der SGKK
aber auch 7:1 stehen.
Brigitte
Gappmair
© SF
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salzburg
ORF
30.
Jan. 2004
NACH
AK- WAHL
FSG will kleinere Fraktionen einbinden
Nach dem Wahlsieg der Sozialdemokratischen Gewerkschafter bei der
Salzburger Arbeiterkammerwahl haben diese ihre Pläne präsentiert.
AK-Präsident Siegfried Pichler will kleine Fraktionen künftig
einbinden. Der ÖVP wird die kalte Schulter gezeigt.
Hilfe
für die Kleineren angepeilt
Noch nie hätten so viele Salzburger Arbeitnehmer die
Sozialdemokratischen Gewerkschafter gewählt, sagt AK-Präsident
Siegfried Pichler.
Nach den Verhältniszahlen wären die Freiheitlichen und die Grünen
nicht mehr in den Gremien der Arbeiterkammer vertreten. Pichler schlägt
deshalb als Ausweg vor:
"Die
kleinen Fraktionen von Grünen und Freiheitlichen werden aktiv
in die AK eingebunden. Das heißt, wir werden sie einladen, in
den Vorstand und die Ausschüsse ko-optiert zu werden. Ich wünschen
mir Mehrheitsbeschlüsse für die Zukunft, so viel als möglich."
Wenig Verständnis für Reaktionen der Volkspartei
So viel Großzügigkeit will man der Volkspartei allerdings nicht zuteil
werden lassen.
Nach dieser Wahl gehören nämlich alle drei Vizepräsidenten den
Sozialdemkratischen Gewerkschaftern und dabei bleibt es, sagt FSG
Vorsitzender Walter Androschin:
"Wir
werden aus Großzügigkeit dem ÖAAB keinen Vize-Präsidenten überlassen.
Und nach den Aussagen, die der Herr Lovrek getan hat, schon gar
nicht. Es ist nicht daran gedacht, dem ÖAAB einen Vize-Präsidenten
zu schenken."
Kritik an Lovreks Aussagen
Androschin bezieht sich auf die Aussage von ÖAAB-Spitzenkandidat Paul
Lovrek zur niedrigen Wahlbeteiligung.
Die ist nämlich im Vergleich zur Arbeiterkammer wahl vor vier Jahren um
fünf Prozent gesunken:
"Am
Freitag hat er ohnehin die ganze Kammer schon in Frage gestellt.
Meine Damen und Herren, wenn jemand die Wahl verliert wie die ÖVP,
dann hergeht, und die ganze Institution in Frage stellt und die
geringe Wahlbeteiligung als Argument zur eigenen Verteidigung
nimmt - das ist schlichtweg eine Frechheit."
Beim nächsten Mal direkt in die Betriebe
Der Rückgang der Wahlbeteiligung sei vor allem auf die Briefwahl zurückzuführen,
sagt Androschin.
Man werden bei den nächsten Wahlen so weit als möglich in die Betriebe
gehen und Arbeitnehmern direkt die Möglichkeit zur Wahl geben.
© ORF
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Salzburger
Nachrichten
06.
Feb. 2004
AK-Wahl: 68 Prozent für SPÖ
ÖVP verliert 1,5 Prozentpunkte und ein Mandat, FPÖ unter fünf Prozent
abgestürzt
SALZBURG
(SN-höd). Das Wahljahr 2004 hat einen ersten Sieger: die
Sozialdemokraten. Sie gingen als eindeutige Gewinner der
Arbeiterkammerwahl in Salzburg hervor.
Die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) von AK-Präsident
Siegfried Pichler erzielte nach ersten Hochrechnungen 68 Prozent der
Stimmen. Das ist ein Plus von 8,5 Prozentpunkten gegenüber der Wahl 2000.
Damit haben die Sozialdemokraten ihre absolute Mehrheit in der
Vollversammlung zu einer Zwei-Drittel-Mehrheit ausgebaut.
Der ÖAAB verlor von 21 auf 19,5 Prozent. Massive Stimmenverluste
mussten die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) hinnehmen. Sie rutschten von
zwölf auf unter fünf Prozent. Die Liste Frei-Unabhängig, eine
Abspaltung der Freiheitlichen, kam auf 1,5 Prozent der Stimmen.
Die Grünen (AUGE) halten konstant bei knapp fünf Prozent. Das Bündnis
Mosaik, eine Gruppe ausländischer Arbeitnehmer, wird aller Voraussicht
nach nicht mehr in der Vollversammlung vertreten sein. Der
Gewerkschaftliche Linksblock schaffte den Einzug in die Vollversammlung
nicht. Die Wahlbeteiligung, die vor vier Jahren noch bei über 45 Prozent
gelegen war, sank auf rund 40 Prozent.
Die FSG hatte im Wahlkampf heftige Kritik an der Politik der
Bundesregierung geübt. Kürzung von Pensionen, Einführung von
Selbstbehalten im Gesundheitswesen, steuerliche Benachteiligung von
Arbeitnehmern hatte Pichler der Regierung vorgeworfen. Der ÖAAB hatte den
Sozialdemokraten vorgeworfen, die AK zu einer „Jammer-Kammer” gemacht
zu haben.
„Der Verlust eines Mandats bestürzt mich”, sagte ÖAAB-Spitzenkandidat
Paul Lovrek in einer ersten Reaktion. „Ich hätte ein besseres Ergebnis
erwartet.” Lovrek schloss am Freitag seinen Rücktritt nicht aus. Den
Grund für das schlechte Abschneiden sieht Lovrek auch in der Bundes- und
Landespolitik. „Die gesamte Situation bot keine günstige
Startvoraussetzung.” Ähnlich Herbert Trattnig von den Freiheitlichen
Arbeitnehmern: „Die Politik der Bundesregierung machte uns sicher zu
schaffen.”
Wahlsieger Siegfried Pichler sprach von einem „starken politischen
Signal”. „Ich hoffe sehr, dass jetzt die arbeitnehmerfeindliche
Politik der Bundesregierung nicht weiter fortgesetzt wird.”
© SN.
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salzburg
ORF
30.
Jan. 2004
AK-
WAHL
Krankenhaus-Mitarbeiter
konnten nicht wählen
Hunderte
Mitarbeiter des St.Johann-Spitals hätten bisher ihre Stimme bei
den laufenden Arbeiterkammerwahlen nicht abgeben können, weil
sie nicht im Wählerverzeichnis aufscheinen, kritisiert die
Betriebsrätin der Unabhängigen und Grünen
Gewerkschaftsfraktion.
Dies
sei sei dubios und aufklärungsbedürftig, sagt Jutta Tischler
außerdem. Möglicherweise seien für diese Mitarbeiter
automatisch Wahlkarten ausgestellt worden, vermutet Tischler.
Die
Betriebsrätin rät den betroffenen Kollegen, Ihre Stimme bis 6.
Februar direkt in der Arbeiterkammerzentrale abzugeben.
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salzburg
ORF
26.
Jan. 2004
Arbeiterkammerwahl
beginnt
Am
Montag beginnt die Salzburger Arbeiterkammerwahl. 164.000
Salzburger Arbeitnehmer können per Brief oder im Betrieb ihre
Stimme abgeben. Die AK-Wahl ist der Auftakt zum Superwahljahr
2004.
FSG
will Mehrheit ausbauen
Bis
zum Freitag nächster Woche, dem 6. Februar, können die
Salzburger Arbeitnehmer ihre Stimme abgeben. Für viele ist die
AK-Wahl ein wichtiger Test für die Landtagswahl am 7. März.
Am
meisten war in diesem Wahlkampf wohl von Kammerpräsident
Siegfried Pichler zu hören. Der Chef der Fraktion
sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) will seine Mehrheit
von derzeit 43 von 70 Mandaten in der Kammervollversammlung
weiter ausbauen.
Großer
Wahlkampfaufwand
Pichler ist zum Siegen geradezu verdammt: Zum einen hat seine
Fraktion den bei weitem größten Aufwand beim Wahlkampf mit
zahlreichen Plakaten und Inseraten getrieben. Zum anderen hatte
er mit der Kritik an der Politik der schwarz-blauen
Bundesregierung ein Wahlkampfthema, das ihm geradezu in den Schoß
fiel.
ÖAAB
ringt mit Bundespolitik
Die
Christgewerkschafter des ÖVP-Bundes ÖAAB tun sich da naturgemäß
schwerer: Alles hänge nun davon ab, die Steuerreform als
Wohltat zu propagieren, sagt Spitzenkandidat Paul Lovrek.
Dabei
musste Lovrek jüngst in den "Salzburger Nachrichten"
lesen, dass der oberste ÖVP-Gewerkschafter genau diese
Steuerreform "unausgewogen" nannte. Lovrek will übrigens
zurücktreten, wenn er sein Wahlziel nicht erreicht - nämlich
den Abstand von derzeit 28 Mandaten auf die FSG zu verringern.
AUGE
will Dritter werden
Die
grüne Liste AUGE, die derzeit bei drei Mandaten liegt, macht sich zurzeit
Hoffnungen auf den dritten Platz. Schließlich erwarten auch die
freiheitlichen Arbeitnehmer selbst, dass sie von ihren acht Sitzen einige
verlieren.
FPÖ-Fraktion
hat sich gespaltet
Ein
Teil der FPÖ-Fraktion hat sich nämlich abgespaltet und
kandidiert als Liste "Frei und Unabhängig". FPÖ-Landesparteiobmann
Karl Schnell hat nicht mit Kritik an den Abtrünnigen gespart:
Sie seien jene, die es sich "gerichtet" hätten.
Das
"Bündnis Mosaik", das derzeit mit einem Mandat in der
Kammervollversammlung vertreten ist, will diesen Sitz
verteidigen. Die Liste will die Interessen der türkischstämmigen
Arbeitnehmer vertreten.

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