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Alternative und Grüne GewerkschafterInnen / UG Salzburg C/O Robert Müllner, , Tel: 0676 / 911 10 09 Samstrasse 30 A-5023 Salzburg Mail: robert.muellner@auge-ug.at www.auge-ug.at
An die 4. Vollversammlung am 27.05.2010 der Kammer für Arbeiter und Angestellte Salzburg
Arbeitszeit verkürzen – Arbeit fair teilen! Arbeit ist auch in Zeiten der Krise höchst ungleich verteilt. So arbeiteten im 3. Quartal 2009 Vollzeit arbeitende Männer nach wie vor durchschnittlich 42,9 Wochenstunden (2008: 43,1), Vollzeit beschäftigte Frauen 41,2 Wochenstunden (2008: 41,4 Stunden; Quelle: Statistik Austria). Auch die durchschnittlichen Arbeitszeiten (Voll- und Teilzeit) haben sich kaum verändert: Männer arbeiteten im 3. Quartal 2009 durchschnittlich 41,1 Wochenstunden (2008: 41,4), Frauen 32,6 Wochenstunden (2008: 32,9). Eine deutliche Verschiebung hat es im Zuge der Krise von Voll- zu Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen gegeben: So ist einmal mehr die Teilzeitquote von 23,6% (4/2008) auf 24,1% (3/2009) gestiegen. Verglichen mit dem zweiten Quartal 2008 sind bis zum zweiten Quartal 2009 54.500 Vollzeitstellen abgebaut worden. Gleichzeitig ist die Arbeitslosigkeit auf rund 400.000 Arbeitslose zu Beginn des Jahres 2010 gestiegen. Höchst ungleich verteilt ist bezahlte und unbezahlte Arbeit nicht nur zwischen in Erwerbsarbeit stehenden und Arbeitslosen, sondern auch zwischen Männern und Frauen. Die Krise hat allerdings gleichzeitig auch bewiesen, dass Arbeitszeitverkürzung – etwa durch Kurzarbeit und Bildungskarenzen – auch Arbeitsplätze sichert, wenn auch unter Hinnahme eines teilweisen Lohnverlustes. Tatsache ist auch, dass Arbeitszeitverkürzung seit Jahrzehnten stattfindet: allerdings nicht in Form einer kollektiven Arbeitszeitverkürzung, sondern individuell. Ohne Lohnausgleich und dadurch vielfach nicht Existenz sichernd. Und keineswegs immer freiwillig, sondern, weil gesellschaftliche Rahmenbedingung – wie etwa fehlende Betreuungseinrichtungen für Kinder oder zu pflegende Personen – nur Teilzeitarbeit zulassen. Die letzten generellen Arbeitzeitverkürzungen fanden etappenweise von 1970 bis 1975 statt, als die Wochenarbeitszeit von 45 auf 40 Stunden reduziert wurde. Die letzte Erhöhung des gesetzlichen Mindesturlaubs wurde 1986 durchgeführt. Damals wurde der Urlaub von vier auf fünf Wochen erhöht. Es besteht genügend Spielraum für eine grundlegende, radikale Verkürzung der Arbeitszeit: während nämlich das Bruttoinlandsprodukt von 1976 bis 2009 durchschnittlich real um 2,1% jährlich gewachsen ist, wuchsen die Einkommen der ArbeitnehmerInnen im gleichen Zeitraum unterdurchschnittlich real um 1,8%, während die Gewinneinkommen real um 2,6% überdurchschnittlich gewachsen sind. Trotz enormer Produktivitätszuwächse schlugen sich diese weder in einem entsprechenden Lohnwachstum nieder, noch in einer entsprechenden kollektiven Verkürzung der Arbeitszeit. Eine grundlegende, umfassende Arbeitszeitverkürzung ist daher überfällig,
Die AUGE/UG stellt daher den A N T R A G Die 4. Vollversammlung der AK- Salzburg fordert die Bundesregierung sowie den Gesetzgeber auf:
Für die AUGE/UG Müllner Robert |