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Alternative und Grüne GewerkschafterInnen / UG Salzburg C/O Robert Müllner, , Tel: 0676 / 911 10 09 Samstrasse 30 A-5023 Salzburg Mail: robert.muellner@auge-ug.at www.auge-ug.at
An die 4. Vollversammlung am 27.05.2010 der Kammer für Arbeiter und Angestellte Salzburg
Ja zu einer sozial-ökologischen Steuerreform – Nein zu Budgetsanierung unter einem „ökologischen Deckmäntelchen!“ Nicht zuletzt aufgrund der klaren Verfehlung der Kyoto-Ziele und aus Gründen des Klima- und Umweltschutzes ist eine grundlegende Reform des österreichischen Steuersystems – auch in ökologischer Hinsicht – dringend geboten. Das österreichische Steuersystem ist nach wie vor von einer hohen steuerlichen Belastung von Arbeit bei einer verhältnismäßig geringen Belastung von klimaschädigenden Energieträgern geprägt:
Eine weitgehend aufkommensneutrale, sozial-ökologische Steuerreform mit dem einfachen Grundprinzip, die steuerliche Belastung weg von Arbeit und ArbeitnehmerInnen hin zu klimaschädigendem Energie- und Umweltverbrauch umzuschichten, ist daher naheliegend und würde damit zwei Effekte erzielen:
Im Rahmen der einnahmeseitigen Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung wird auch eine Erhöhung von Massensteuern – unter anderem die Mineralölsteuer – diskutiert. Diese Steuererhöhung wird unter dem Deckmantel einer „Ökologisierung“ des Steuersystems diskutiert. Mit einer sozial-ökologischen Steuerreform im Sinne einer mit der Erhöhung von Energiesteuern einhergehende Entlastung von Arbeit und ArbeitnehmerInnen hat diese Steuererhöhung zu Budgetsanierungsgründen allerdings nur wenig zu tun. Ein Entlastung von Arbeit und ArbeitnehmerInnen ist allerdings – weil diese das Budget einnahmeseitig nicht verkraften würde, wie es heißt – nicht angedacht! Damit entlarvt sich die vermeintliche Ökologisierung vor allem als reine Geldbeschaffungsmaßnahme zur Sanierung des Budgetdefizits, was dem Grundgedanken einer sozial-ökologischen Steuerreform, wie sie überwiegend von Wissenschaft, Umweltverbänden etc. eingefordert wird, klar zuwider läuft. Die AUGE/UG stellt daher den A N T R A G Die 4. Vollversammlung der AK- Salzburg fordert die Bundesregierung sowie den Gesetzgeber auf, eine Reform des österreichischen Steuersystems nach dem sozial-ökologischen Grundprinzip: „Fossile, Klima schädigende Energieträger höher zu besteuern – Arbeit und ArbeitnehmerInnen zu entlasten“, durchzuführen. Die alleinige Erhöhung von Massensteuern unter dem Deckmantel einer „Ökologisierung“ zur Budgetsanierung ohne gleichzeitige steuerliche Entlastung von Arbeit und ArbeitnehmerInnen wird allerdings als sozial unausgewogen und vor allem untere und mittlere Einkommensschichten belastend abgelehnt. Vielmehr fordert die AK- Salzburg eine weitgehend aufkommensneutrale sozial-ökologische Steuerreform entlang oben erwähnter Grundprinzipien sowie begleitende klima- und wirtschaftspolitische Maßnahmen
Für die AUGE/UG Müllner Robert |