AUGE / UG

Alternative und Grüne GewerkschafterInnen / UG Salzburg

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An die 3. Vollversammlung am 28.10.2009

der Kammer für Arbeiter und Angestellte Salzburg

 

Immer weniger Mehrwegflaschen

Eine Untersuchung des Greenpeace-Einkaufsratgebers marktcheck.at zeigt, dass immer weniger Getränke in Mehrwegpfandflaschen erhältlich sind. In den überprüften Supermarktfilialen konnte keine einzige Limonade in der Mehrwegpfandflasche gefunden werden. Hofer, Lidl und Penny führen Limonade, Fruchtsaft, Mineralwasser und Bier ausschließlich in Umwelt- und klimabelastenden Einweggebinden.

Marktcheck.at hat im Frühling 2008 und 2009 Supermarktfilialen in ganz Österreich überprüft. Es wurde analysiert, wie viele Limonade-, Fruchtsaft-, Mineralwasser- und Bierprodukte in Mehrwegpfandflaschen angeboten werden.

Das Ergebnis: Gab es im Vorjahr noch vereinzelt Limonade in der Mehrwegpfandflasche, so konnte heuer kein einziges Produkt in den überprüften Supermarktfilialen gefunden werden. Fruchtsaft und -nektar gibt es kaum noch in der Mehrwegpfandflasche, etwas besser sieht die Auswahl bei Mineralwasser aus. Einzig bei Bier war in den meisten überprüften Supermärkten ein größeres Angebot zu finden.

Hofer, Lidl und Penny führen kein einziges Produkt in der Umwelt- und klimafreundlichen Mehrwegpfandflasche.

Vorteile von Mehrweg

Die Mehrwegpfandflasche sei ressourcenschonend, so Greenpeace, vermeide unnötige Müllberge und helfe CO2-Emissionen zu sparen. Die Umweltorganisation rechnet vor: "Mehrwegkunststoffflaschen verursachen um über die Hälfte weniger CO2-Emissionen gegenüber Einwegkunststoffflaschen. Einwegdosen verursachen drei Mal mehr und Einwegglasflaschen gar fünf Mal mehr so viele CO2-Emissionen wie Mehrwegglasflaschen. Im Jahr 2007 haben Getränkeverpackungen (Mineralwasser, Limonade, Fruchtsäfte, Bier, Wein, Sekt, Spirituosen)
415.233 Tonnen CO2-Aequivalente in Österreich verursacht. Das entspricht den Emissionen der Stadt St. Poelten oder den Emissionen, welche die im Burgenland benutzten Autos in einem Jahr verursachen.

Neben der Umweltfreundlichkeit böten Mehrwegpfandflaschen auch große Vorteile für die regionale Wirtschaft. Bei Mehrweg erfolge die Wertschöpfung in den Regionen und es würden Arbeitsplätze bei den lokalen Abfüllbetrieben gesichert

Nicht nur der Handel, sondern auch die Politik trage Verantwortung am Verschwinden der Mehrwegpfandflasche. Die gesetzlich verbindliche Mehrwegquote wurde vor Jahren abgeschafft und bis heute keine neue festgelegt. "Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft nicht funktioniert. In Zeiten des Klimawandels und der wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es ein Gebot der Stunde, dass Umweltminister Berlakovich die Fehler seiner Vorgänger behebt!

Die AUGE/UG stellt daher den

A N T R A G 

Die 3. Vollversammlung der AK- Salzburg fordert die Bundesregierung auf, endlich wieder Rahmenbedingungen zur Erhöhung der Mehrwegquote einzuführen.

Für die AUGE/UG

Robert Müllner