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Alternative und Grüne GewerkschafterInnen / UG Salzburg
C/O
Robert Müllner, , Tel: 0676 / 911 10 09
Samstrasse 30 A-5023 Salzburg
Mail: robert.muellner@auge-ug.at
www.auge-ug.at
An die 3.
Vollversammlung am 28.10.2009
der Kammer für
Arbeiter und Angestellte Salzburg
Mehr Kindergartenplätze als Grundlage für eine
Bildungsoffensive!
Die „soziale
Selektion“ beginnt allerdings nicht erst bei höherer Bildung oder der
Universität, sondern schon im Kindergarten. Der Zugang zu
Bildungseinrichtungen ist in hohem Maße abhängig von Einkommen und
sozialem Status, aber auch vom Wohnort. Je früher und professioneller
Kinder pädagogisch betreut werden, desto besser sind ihre Leistungen in
der Schule. Österreich hat es allerdings verabsäumt, Betreuungsplätze
für Unter-3-Jährige auszubauen - nur 11,8 % der Unter-3-Jährigen sind in
Kinderbetreuungseinrichtungen.
Und vor allem im ländlichen Raum fehlt es an Krippen- und
Kindergartenplätzen, in den Städten sind sie für viele kaum leistbar.
Damit wird nicht nur die Erwerbstätigkeit beider Elternteile erschwert,
was in der Regel auf Kosten der Erwerbstätigkeit der Frau geht. Auch die
Zukunftschancen der Kinder leiden darunter. Denn in Kindergärten werden
Fähigkeiten angeeignet – wie das Erlernen von Sprache und Fertigkeiten,
Entwicklung von Sozialkompetenz und Selbstbewusstsein - die bestimmend
für den weiteren Bildungs- und Berufsweg sein können.
Die geplante Einführung des Gratiskindergartens bringt zwar eine
deutliche finanzielle Entlastung der Haushalte, die Raumsituation in den
Kindergärten reicht derzeit allerdings nicht aus, um noch mehr Kinder
aufzunehmen. Schon jetzt ist die Anzahl der Kinder für die räumlichen
Gegebenheiten zu hoch, eine qualitätsvolle Betreuung kann nicht
garantiert werden.
Ungelöst ist nach wie vor auch die Personalsituation. Auch wenn immer
wieder auf die in Ausbildung befindlichen PädagogInnen verwiesen wird,
ist damit der momentane Bedarf nicht zu decken. Schon jetzt werben sich
die Kindergartenbetreiber PädagogInnen gegenseitig ab. Krankenstände und
Karenzierungen können nicht mehr ausgeglichen werden, oft werden dann
zwei Gruppen zusammengelegt.
Die
AUGE/UG stellt daher den
A N T R A G
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Die 3. Vollversammlung der AK- Salzburg fordert die
Bundesregierung gemeinsam mit Ländern und Gemeinden auf, entsprechende
budgetäre Mittel auf Bundes-, Länder- und Gemeindeebene für mehr
Kindergartenplätze sicher zu stellen.
Insbesondere soll dabei auf folgendes Bedacht genommen werden:
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Bei der Kinderbetreuung:
Der Ausbau von ganztägigen, ganzjährigen, bedarfsgerechten und
kostenlosen Kinderbetreuungsplätzen insbesondere für Unter-3-Jährige
und schulpflichtige Kinder ist voranzutreiben. Ein Rechtsanspruch auf
Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr ist gesetzlich zu verankern.
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Betreuungsschlüssel, Gruppengrößen, Personal- und
Raumbedingungen sowie Qualitätskriterien müssen bundesweit gültigen
Mindeststandards unterliegen, die sich an neuesten wissenschaftlichen
Erkenntnissen und den Bedürfnissen von Kindern und PädagogInnen
orientieren.
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Der Personalstand für Kinderbetreuung ist massiv
aufzustocken,
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Die Tätigkeit von KindergartenpädagogInnen muss auch
finanziell deutlich aufgewertet werden.
Für die AUGE/UG
Robert Müllner |