AUGE / UG

Alternative und Grüne GewerkschafterInnen / UG Salzburg

C/O Robert Müllner, , Tel: 0676 / 911 10 09

Samstrasse 30 A-5023 Salzburg

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An die 12. Vollversammlung am 06.11.2008

der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg

 

Die Welt ist aus dem Gleichgewicht

Das Leben in der industrialisierten Welt ist von Reichtum und Wohlstand für den Großteil der Bevölkerung geprägt, in den meisten Ländern der Erde lebt die Mehrheit der Bevölkerung aber in Armut.

Die Umweltzerstörung schreitet voran, vor allem die Menschen in den Ländern des Südens müssen unter den Zerstörungen leiden, die die Industriestaaten durch ihren Lebensstil verursachen. Der ökologische Fußabdruck (Stichwort Klimabelastung, Ressourcenverbrauch, Schadstoffbelastung etc.) ist größer, als ihn die Erde auf Dauer erträgt.

Das Bewusstsein über die Ungleichheit in der Welt wächst und es entstehen immer mehr Initiativen, die gegen die Ungleichheit ankämpfen. Viele Menschen überdenken ihr Konsumverhalten und setzen Maßnahmen für einen ethisch vertretbaren Konsum (Stichwort: clean clothes, Fairtrade, Bio).

Es kommt aber nicht nur auf jeden einzelnen Menschen an, es sind auch abgestimmte Maßnahmen rund um die Welt gefordert. Der Global Marshall Plan setzt sich für eine globale Kurskorrektur ein.

Der Global Marshall Plan – ein Projekt der Zukunft im Sinn der Nachhaltigkeit!

Der Global Marshall Plan für eine Ökosoziale Marktwirtschaft versteht sich als langfristig orientiertes Friedens- und Wirtschaftsförderungsprogramm für die kommenden Jahrzehnte. Er geht davon aus, dass die Globalisierung durch die Verknüpfung von Finanzierungsinstrumenten einerseits und die Einführung sozialer und ökologischer Standards andererseits gerecht gestaltet werden kann. Er setzt voraus, dass alle Menschen ein Interesse am Erhalt der Erde und an einem menschenwürdigen Leben für alle Menschen haben und sich WIN - WIN - Situationen für die reichen Industrieländer des Nordens und die Entwicklungsländer des Südens schaffen lassen. Der Global Marshall Plan ist ein Projekt der Nachhaltigkeit, weil ökologische, ökonomische und soziale Aspekte in der Planung und Umsetzung gleichermaßen berücksichtigt werden und die Verantwortung sowohl für heute lebende wie auch für zukünftige Generationen eingefordert wird.

Der Name der Initiative wurde in Anlehnung an den Marshall Plan (Link zur Unterseite Marshall Plan) nach dem zweiten Weltkrieg und an eine Wortschöpfung des Friedensnobelpreisträgers Al Gore in den 1990er Jahren gewählt. In der Global Marshall Plan Initiative sind VertreterInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Medien und Zivilgesellschaft ebenso involviert wie staatliche und nichtstaatliche Organisationen, Gebietskörperschaften, Landesregierungen etc.

Die AUGE/UG stellt daher den

A N T R A G 

Die 12. Vollversammlung der AK- Salzburg fordert die Salzburger Landesregierung auf, nachstehende Beschlüsse zu fassen:

  • Die Salzburger Landesregierung bekennt sich zu einer aktiven Unterstützung des Global Marshall Plans.

  • Die Salzburger Landesregierung beschließt, sich nicht an einem Wettlauf des Sozial- und Umweltdumpings zu beteiligen, sondern auf Qualität und Qualifizierung, Bildung und Ausbildung, Forschung und Entwicklung zu setzen (konsequente Erhöhung der Forschungsquote in den Budgets);

  • sich zu einer klaren Absicherung der öffentlichen Verantwortung im Bereich der Daseinsvorsorge zu bekennen;

  • sich zu einer verstärkten Bürgerbeteiligung durch einen umfassenden Ausbau der lokalen Agenda zu bekennen, zu einer Attraktivierung des ländlichen Raums und der Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe;

  • ein Programm zu erarbeiten, das insbesondere im Tourismus und Bauwesen ein weiteres Sozial- und Lohndumping im Bereich der Leiharbeit hintanhält;

  • eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die eine konkrete Strategie zur Umsetzung oben genannter Ziele und zur regionalen und überregionalen Unterstützung des Global Marschall Planes erarbeitet.

Für die AUGE/UG

Jutta Tischler