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Salzburg
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An die 11. Vollversammlung am 20.05.2008

der Kammer für Arbeiter und Angestellte Salzburg

 

Klimaschutz durch den Einbau intelligenter Stromzähler schaffen

Im Mai 2006 verabschiedete die EU eine Richtlinie zu Energieeffizienz und Energiedienstleistungen und fordert gleichzeitig verständliche Abrechnungssysteme, die es den EndverbraucherInnen ermöglichen, ihren Verbrauch zu steuern und Sparmöglichkeiten zu nutzen. Die österreichische Regulierungsbehörde E-Control hat inzwischen grundlegende Anforderungen an innovative Messsysteme erarbeitet.

Neuartige Stromzähler erfassen den Verbrauch im Haus sekundengenau und stellen diese Informationen den KundInnen zur Verfügung. Möglich ist es, alle 15 Minuten den Verbrauch über eine im Haus vorhandene Internet-Datenleitung an den Stromversorger zu schicken. Dieser gemeldete Verbrauch dient als Grundlage für die Stromrechnung. Über das Internet wäre es möglich, dass VerbraucherInnen ihre Passwort geschützten Daten einsehen und auswerten. Darüber hinaus gibt es weitere Forschungsvorhaben. Am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen Erlangen/Deutschland wird an einem Monitoring-System gearbeitet, das sogar den Stromverbrauch einzelner Geräte im Haushalt effektiv überwacht. Sensoren messen an jedem Gerät kontinuierlich die Stromleistung. Sie senden diese Information an einen Server, der sich im Sicherungskasten befindet.

Dort berechnet ein Computerprogramm für jedes Gerät den aktuellen Stromverbrauch und vergleicht die Werte automatisch mit früheren Daten. So lässt sich beispielsweise kontrollieren, ob das Sparprogramm einzelner Geräte tatsächlich eingehalten wird. Das Monitoring-System könnte in etwa einem Jahr marktreif sein. Weiters vorstellbar sind der Einbau von Zählern, die je nach Stromnachfrage und Uhrzeit, unterschiedliche Tarife abrechnen. Bestimmte Großgeräte wie Wasch- oder Spülmaschinen könnten dann eingeschaltet werden, wenn Strom günstig ist.

Energiesparendes Verhalten kann mit diesem System honoriert werden.

Es wäre ebenso möglich, eine Mindest- oder Notversorgung in den Zählern für EDV, Radio, Umwälzpumpe, Tiefkühltruhe einzuprogrammieren, die bei Stromausfällen alle anderen Geräte automatisch abgeschaltet und so ein leichteres Wiederhochfahren des Netzes erlaubt. Diese Einbauten müssen in Österreich entweder in einem regionalen Versuchsfeld getestet oder für eine Österreichweite Installierung rechtzeitig vorbereitet werden.

Die AUGE/UG stellt daher den

A N T R A G

Die 11. Vollversammlung der AK- Salzburg fordert die Bundesregierung auf, rechtzeitig die Vorrausetzungen zu schaffen, dass mit Hilfe von ‚intelligenten’ Stromzählern ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz getroffen und den VerbraucherInnen effektives Stromsparen erleichtert wird.

Für die AUGE/UG

Robert Müllner