Alternative und Grüne GewerkschafterInnen / UG Salzburg
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An die 6. Vollversammlung am 24.10..2005

der Kammer für Arbeiter und Angestellte Salzburg

 

Produkte aus fairem Handel für die AK Salzburg

In Salzburg ist erfreulicherweise zur Zeit eine breite mediale und von verschiedensten Organisationen getragene Unterstützung für „fairen Handel“ in Gang gekommen. Dabei heißt „fair handeln“ Bedingungen für ein menschenwürdiges Leben in den Ländern des Südens zu schaffen. Die ErzeugerInnen von Produkten wie vor allem Kaffee aber auch Tee, Zucker, Kakao erhalten ein angemessenes Einkommen, das ihre Lebensgrundlage sichert. Dieser faire Preis wird langfristig garantiert, so dass diese Familien nicht mehr von den Unwägbarkeiten des Weltmarktpreises abhängig sind.

Der faire Handel unterstützt aktiv die Entwicklung umweltverträglicher Anbaumethoden. Pestizide werden durch Handarbeit, Züchtung robuster Sorten und Mischkulturen ersetzt. Statt Kunstdünger wird z.B. beim Kaffeeanbau das Fruchtfleisch der Kaffeekirsche kompostiert und als Dünger verwendet.

Fairer Handel ist keine Verteilung von Almosen, sondern eine gleichberechtigte Partnerschaft zwischen Nord und Süd. Er funktioniert nach dem Prinzip "Hilfe durch Handel". Handelspartner im Fairen Handel sind in der Regel im Süden ProduzentInnengemeinschaften, wie Genossenschaften, Kooperativen und Selbsthilfegruppen und im Norden alternative Importorganisationen. Fair gehandelte Produkte werden vor allem in Weltläden und in zunehmendem Maß auch im konventionellen Lebensmittelhandel, in Reformhäusern und Naturkostläden verkauft.

Die AK Salzburg sollte im Rahmen ihres Einkaufs darauf achten, dass der Einkauf vor allem von Kaffee mit PartnerInnenorganisationen des fairen Handels getätigt wird.

Damit würde die AK-Salzburg ein sichtbares und wirkungsvolles Zeichen ihrer Mitverantwortung für eine etwas gerechtere Weltwirtschaftsstruktur setzen.

Die AUGE/UG stellt daher den

A N T R A G

Die 6. Vollversammlung der AK- Salzburg regt an, dass innerhalb der AK und den Nebenbetrieben der Einkauf von Kaffee, Tee und andere Produkte künftig vorrangig mit PartnerInnenorganisationen des Fairen Handels getätigt wird.

 

Für die AUGE/UG

Robert Müllner