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Alternative und Grüne GewerkschafterInnen / UG Salzburg
C/O Robert Müllner,
Samstraße 30, 5023 Salzburg, Tel: 0676 / 911 10 09
mail:auge.sbg@demut.at
An
die 4. Vollversammlung am 18.05..2005
der
Kammer für Arbeiter und Angestellte Salzburg
Anstatt
Steuermittel für eine aussichtslose Olympiabewerbung zu verschwenden
Zweckwidmung dieser Mittel für Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen im
Lungau
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Bisher
konnte noch keine Stadt Olympische (Winter)spiele ohne erhebliche
Zuschüsse der öffentlichen Hand finanzieren. (zuletzt Athen;
Turin – Finanzloch derzeit rd. € 150 Mio.)
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Die
letzte erfolglose Bewerbung Salzburgs kostete mehr als € 9 Mio.,
davon mehr als € 7 Mio. Steuergelder.
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Im
Bewerbungskonzept ist keine einzige Investition für den Verkehr
vorgesehen, die nicht auch ohne Olympia bereits fixiert wäre.
Olympia 2014 bringt dem öffentlichen Verkehr in Salzburg nichts!
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Eine
Verbesserung des Sportstättenangebotes ist nicht zu erwarten. Die
einzige zusätzliche Sportstätte in Salzburg ist eine rückgebaute
Sporthalle für Eis- und Ballsport beim SAZ. Gleichzeitig mit der
Olympia-Bewerbung werden von der Stadt Salzburg die Mittel für
den Jugend- und Breitensport gekürzt.
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In
hoch entwickelten Tourismusregionen ist der langfristige
Werbeeffekt gering. Olympische Spiele bergen vielmehr die Gefahr
zusätzlicher Investitionen in bereits „überhitzten“
Bereichen.
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Untersuchungen
bestätigen, dass langfristige Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen
marginal bis vernachlässigbar sind. Prosperierende
Veranstaltungsorte von Olympischen Winterspielen sind nicht
bekannt. Als Beispiel kann Innsbruck angesehen werden, das
trotz/wegen 2maliger Durchführung von Olympischen Spielen am Rand
des Bankrotts stand.
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Olympische
Winterspiele finden während der Hochsaison (Februar) statt.
SportlerInnen, FunktionärInnen und ZuseherInnen verdrängen im
Extremfall die StammkundInnen. So war z. B. in Griechenland 2004
die Tourismusbilanz trotz/wegen der Sommerspiele stark rückläufig.
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Die
Durchführung von Sportgroßveranstaltungen ist mit hohen
Umweltbelastungen verbunden (z. B. Energieverbrauch,
Luftverschmutzung, Verkehrsprobleme, Bodenverbrauch
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Die
Tendenz bei Wintersport-Großveranstaltungen geht immer mehr weg
von umwelt-, raum- und sozialverträglichen Veranstaltungen.
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Die
Interessen der betroffenen Bevölkerung bleiben dabei völlig auf
der Strecke. In den Genehmigungsverfahren für die diversen
Infrastrukturprojekte und Sport- sowie Veranstaltungsstätten
haben die betroffenen Nachbarn so gut wie keine Mitspracherechte.
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Auf
Grund der zu erfüllenden Sicherheitsmaßnahmen droht speziell der
Stadt Salzburg ein ähnlich rigoroser Ausnahmezustand wie bei den
letzten beiden WEF – Veranstaltungen! – Bei Olympischen
Spielen entsprechend länger.
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Nachdem
2012 die Sommerspiele in Europa stattfinden werden, werden die
Winterspiele 2014 erfahrungsgemäß an einen anderen Kontinent
vergeben.
Das
sind nur einige Punkte die eine Bewerbung Salzburgs für Olympische
Winterspiele 2014 aus verschiedensten Gründen als eine reine
Steuergeldvernichtungsaktion demaskieren.
Zusätzlich gibt es wie das Ergebnis der Volksbefragung zeigt, eine
deutliche Skepsis der Salzburger Bevölkerung gegenüber einer solchen
Bewerbung.
Die
AUGE/UG stellt daher den
A
N T R A G
Die
4. Vollversammlung der AK- Salzburg fordert die Landesregierung und die
Stadt Salzburg aus den genannten Gründen auf, auf eine neuerliche
Bewerbung zu verzichten.
Die dadurch frei werdenden finanziellen Mitteln sollten anstatt dessen für
nachhaltige arbeitsmarktpolitisch Projekte im Lungau Zweckgewidmet
werden.
Für
die AUGE/UG
Robert
Müllner
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