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An die 4. Vollversammlung am 18.05..2005 der Kammer für Arbeiter und Angestellte Salzburg
Berechtigte Skepsis gegenüber UMTS Netzausbau und dem bestehenden GSM Mobilfunknetz ernst nehmen!
Aufgrund der sich verdichtenden Beweise von möglichen Gesundheitsgefährdungen durch den Mobilfunk, müssen aus Gründen der Vorsorge endlich konkrete Schritte gesetzt werden. Nach dem Stand der Forschung ist die gesamte Bevölkerung in wachsender Gefahr, durch die Strahlenbelastung aus Mobilfunk chronisch krank zu werden. Gerade jüngste Untersuchungen und Studien liefern diesbezüglich besorgniserregende Ergebnisse. Die aktuellste Veröffentlichung (v. 27. April 2005, Dr. Oberfeld) stammt aus Salzburg und liefert erstmals den eindeutigen Beweis, dass die Einstrahlung einer Mobilfunksendeanlage (GSM 900/1800MHz) in etwa 80 Metern Entfernung zu signifikanten Veränderungen unterschiedlicher EEG-Parameter führt. Die gemessenen Veränderungen der Gehirnströme sind mit verschiedenen vegetativen und zentralnervösen Störungen, über die Probanden berichteten, in Zusammenhang zu bringen. Eine weitere neue Untersuchung, die Naila-Studie, hat ihre Erkenntnisse aus gezielter Beobachtung von Bevölkerungsgruppen gewonnen. Sie hat Menschen im Umkreis einer Mobilfunksendeanlage im Zeitraum von 10 Jahren beobachtet und dabei festgestellt, dass die Krebsrate in der Nähe des Senders doppelt so hoch war wie in nicht belastender Umgebung. Die europaweite Reflex-Studie hat im Labor Zellschädigung durch Mobilfunkstrahlung nachgewiesen. DNA-Strangbrüche, sowie genetische Veränderungen und Chromosomen-Schäden. Weiters hat die holländische TNO-Studie zu UMTS „in vivo“ – also am Menschen – eindeutig bewiesen, dass die Strahlung unmittelbar Wohlgefühl und Gesundheit beeinträchtigt. Tinnitus, Angstzustände, Schlaflosigkeit und Übelkeit wurden diagnostiziert. Diese Datenlage bedeutet akuten Handlungsbedarf, gerade auch im Hinblick auf den geplanten massiven UMTS-Netzausbau in Stadt und Land Salzburg. Weit entfernt von einer Risikoabklärung des bestehenden GSM-Netzes, werden die BürgerInnen und KonsumentInnen dann auch noch mit UMTS-Mobilfunktechnik bestrahlt, die alleine für sich schon von ÄrztInnen und WissenschaftlerInnen für biologisch noch wirksamer angesehen wird. Die Belastung aber, die dann als Strahlenmix von UMTS und GSM gleichzeitig ausgehen wird, könnte sich in Summe noch negativer auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung auswirken. Forschungslage und Politik stehen in einem immer größer werdenden Widerspruch. Die Risikovorsorge, das verfassungsgemäße Grundrecht auf körperliche und geistige Unversehrtheit und das EU-Recht werden ignoriert. Aus den angeführten Gründen halten wir den weiteren unbeschränkten Ausbau des Mobilfunknetzes für bedenklich und appellieren an Politiker, Wissenschaftler und Verantwortliche des Gesundheitswesens, dem Schutz von Leben und Gesundheit von uns allen, wieder den gebührenden grundgesetzlich garantierten Wert einzuräumen und entsprechend vorsichtig zu handeln. Die AUGE/UG stellt daher den A N T R A G Die 4. Vollversammlung der AK- Salzburg fordert die Landesregierung und die Stadt Salzburg auf, bis in diesem Bereichen eine seriöse Abklärung erfolgt ist, folgende Punkte unverzüglich umzusetzen:
Für die AUGE/UG Jutta Tischler |