Alternative und Grüne GewerkschafterInnen / UG Salzburg
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An die 3. Vollversammlung am 04.11..2004 

der Kammer für Arbeiter und Angestellte Salzburg

GEWERKSCHAFTLICHE VERTRETUNG FÜR PFLEGEBERUFE

Die herrschende Unzufriedenheit der KollegInnen in den Bereichen der sozialen Berufen (Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheimen, Mobilen Diensten,...) hat viele Ursachen.
Der durch die ausgeprägte Sparpolitik entstandene Kostendruck wird auf Berufsgruppen weitergegeben, die selber kaum Steuerungsmechanismen in der Hand haben.
Zudem sind die KollegInnen in keiner einheitlichen Interessensvertretung zusammengefasst. Pflegeberufe finden sich verstreut über mehrere Einzelgewerkschaften. Ihre Anliegen sind daher oft nicht Schwerpunkt und im Zentrum ihrer jeweiligen Interessenvertretungen.

Zudem ist ihre Situation historisch gewachsen und schwer durchschaubar. Deshalb kommt immer wieder der Ruf nach einer eigenen Pflegekammer.
Diese Berufsgruppe ist so groß, dass wir es für wichtig erachten, ihr Interessen kompetent zu vertreten (Ein Ausschuss in der AK ist ein guter Anfang, aber zu wenig, da auch dieser mit Menschen besetzt ist, die beruflich mehr als ausgelastet sind).

Gerade jetzt, wo das Gesundheitssystem verändert werden soll und Gewerkschaftskooperationen oder Zusammenschlüsse im Raum stehen, muss daher verstärkt darauf geachtet werden, die Situation für die Beschäftigten zu verbessern.

Die AUGE/UG stellt daher den

A N T R A G

Die 3. Vollversammlung der AK- Salzburg beauftragt den zuständigen Ausschuss unter Beiziehung von ExpertInnen Lösungsansätze für folgende Bereiche zu erarbeiten:

  • Wie könnte eine effizientere Vertretung dieser großen (und noch wachsenden) Berufsgruppe aussehen. 

  • Chancen und Risken einer eigenen Kammer oder einer eigenen Fachgewerkschaft

  • Welche Berufsgruppen sind in diesen Prozess einzubinden?

Für die AUGE/UG

Gabi Wenghofer