Alternative und Grüne GewerkschafterInnen / UG Salzburg
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An die 9. Vollversammlung am 12.11..2003

der Kammer für Arbeiter und Angestellte Salzburg

 

Langfristige Finanzierungsvereinbarungen für Sozialvereine!

 

Die Landesregierung kündigt seit Jahren an, dass es für Sozialvereine und Institutionen der sozialen Dienstleistungen längerfristige Finanzierungsvereinbarungen geben soll. Jedoch eine Umsetzung steht für die meisten Einrichtungen nach wie vor aus. Jahr für Jahr müssen aufwändige und nervenaufreibende Verhandlungen mit dem zuständigen Amt geführt werden. Das kostet bei gleichzeitig immer drückenderer Personalnot der Sozialvereine viel Arbeitszeit, welche bei der Erfüllung ihrer Aufgaben abgeht. Oft zögern sich die Ergebnisse der Verhandlungen bis zur endgültigen Zusage lange hinaus.

 

In diesen Zeiten der Unsicherheit sind besonders die ArbeitnehmerInnen betroffen, weil sie oft nicht wissen, ob sie überhaupt weiterbeschäftigt werden können bzw. zu welchen Konditionen.
Eine längerfristige, betriebswirtschaftlich sinnvolle Planung ist durch die jährliche Infragestellung der Budgets nicht möglich, Rücklagen für notwendige Investitionen oder Abfertigungen können nicht gebildet werden.

 

Ehrenamtliche Arbeit wird in Sonntagsreden schöngeredet, doch die ehrenamtlichen Vereinsvorstände werden durch die Gefahr der Haftung für den Fall des Ausbleibens von Subventionen massiv unter Druck gesetzt, den sie an die ArbeitnehmerInnen durch Druck auf die Arbeitsbedingungen weitergeben müssen.

Oft entsteht der Eindruck, dass es sich hier um ein unwürdige Machtspiele auf dem Rücken von ArbeitnehmerInnen handelt, die ihrerseits gesellschaftlich wertvolle Arbeit für das Land Salzburg leisten. Zumindest mittelfristige Planungssicherheit sollte den Sozialvereinen und seinen MitarbeiterInnen dafür gewährt werden. Dass solche Vereinbarungen auch für die Geberseite sinnvoll sind, hat erst kürzlich die Stadt Salzburg mit den 3-jährigen Fördervereinbarungen für die Kulturstätten bewiesen.

 

Die AUGE/UG stellt daher den 

 

A N T R A G

 

Die 9.VV der AK Salzburg beschließt, dass die Arbeiterkammer Salzburg durch eine Befragung der Sozialvereine die Erfahrungen, die Kritik und konstruktive Verbesserungsvorschläge der Einrichtungen bei den Finanzierungsverhandlungen mit dem Land erheben soll.

Diese Befragung soll anonymisiert erfolgen, um die einzelnen Betriebe und ihre ArbeitnehmerInnen zu schützen.

Aus den Ergebnissen (verbunden mit der grundsätzlichen Forderung nach einer längerfristiger Finanzierungsvereinbarung) soll ein detaillierter Vorschlag für die Verbesserung dieser Situation erarbeitet werden.
Dieser soll von der Arbeiterkammer - als Interessenvertreterin der ArbeitnehmerInnen und der von den sozialen Dienstleistungen betroffenen Bevölkerung - als Forderungsprogramm an die Landesregierung herangetragen werden

 

Für die AUGE/UG

Robert Müllner