Alternative und Grüne GewerkschafterInnen / UG Salzburg
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An die 9. Vollversammlung am 12.11..2003

der Kammer für Arbeiter und Angestellte Salzburg

 

Gender Mainstreaming bei der Fraktionsförderung

 

Gender Mainstreaming ist einerseits eine Sichtweise und zugleich eine Methode, die darauf abzielt, die Gleichstellung von Frauen und Männern effektiv zu verwirklichen, denn tatsächlich sind Frauen in vielen gesellschaftlichen Bereich massiv benachteiligt. Auch die Salzburger Arbeiterkammer hat die Wichtigkeit von Gender Mainstreaming erkannt. Jüngster Beweis dafür ist ein Schreiben von Präsident Siegfried Pichler vom 20. Oktober an die vier Fraktionsvorsitzenden, mit dem auf Wunsch der Ausschussvorsitzenden eine Gender Mainstreaming-Checkliste an die Fraktionsvorsitzenden weitergeleitet wird. Ziel sei es, so der Präsident, in der Vollversammlung Anträge unter Gender Mainstreaming Kriterien „zu erstellen bzw. zu behandeln“. In dem Schreiben heißt es wörtlich : „Die AK Salzburg bekennt sich zum Gender Mainstreaming und lässt daher die Methode in die Struktur, in die Gestaltung von Prozessen und Arbeitsabläufen, in die Dienstleistungen, in die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit und in die Steuerung (Controlling) der Organisationen einfließen.“

 

Die AUGE/UG begrüßt ausdrücklich das vorgebrachte Ansinnen, das Prinzip des Gender Mainstreaming auf die AK-Strukturen so konsequent anzuwenden. Gleichzeitig wünschen wir uns, dass diesem Bekenntnis die erforderlichen Taten folgen. Einen idealen Ansatzpunkt dafür bietet nach Ansicht der AUGE/UG die Möglichkeit, die Fraktionsförderung nach Kriterien des Gender Mainstreaming zu verteilen.

 

Die AUGE/UG stellt daher den 

 

A N T R A G

 

Die 9.VV der AK – Salzburg beauftragt den Vorstand, einen Vorschlag für eine Änderung der Fraktionsförderung auszuarbeiten, welche folgende Kriterien beinhaltet.

 

  • Die Fraktionsförderung wird erst dann in voller Höhe ausbezahlt, wenn die Hälfte der KammerrätInnen in den jeweiligen Fraktionen Frauen sind. Wird dieser Anteil nicht erreicht, werden die Fraktionsmitteln um den entsprechenden Prozentsatz verringert ausbezahlt. 

  • Die nicht zur Auszahlung gelangten Beträge werden von der AK für Gender Projekte in der Salzburger Arbeitswelt zur Verfügung gestellt.

  • Ein entsprechender Beschlussvorschlag soll bis zur nächsten VV vorliegen, damit in der neuen Funktionsperiode bereits von Beginn an die Fraktionsmitteln entsprechend dem Gendervorschlag ausbezahlt werden.

 

Für die AUGE/UG

Robert Müllner